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SEEDORF: Wasserversorgung für zwei Generationen gesichert

Das Wasserreservoir Bocktritt 2 ist am Samstag feierlich eingeweiht worden. Dieses ersetzt nun die Felskaverne Bocktritt 1.
Georg Epp
Von links: Marcel Gasser, Fredy Zwyssig und Max Aschwanden. (Bild: Georg Epp (Seedorf, 19. August 2017))

Von links: Marcel Gasser, Fredy Zwyssig und Max Aschwanden. (Bild: Georg Epp (Seedorf, 19. August 2017))

«Ein Bauwerk für Generationen», so nennt die Wasserversorgungskommission Seedorf das neue Reservoir Bocktritt 2. Die Bauherren gehen davon aus, dass mit dem neuen Bauwerk die Wasserversorgung von Seedorf für die nächsten zwei Generationen respektive für 50 Jahre gesichert ist. Am vergangenen Samstag konnte das Wasserreservoir am Tag der offenen Tür eingeweiht werden. Kommissionspräsident Fredy Zwyssig konnte dazu rund 50 Gäste begrüssen.

Ihr Trinkwasser beziehen die Seedorfer von der eigenen Quelle Chuchibach, die am Bärenstock entspringt. Die Quellfassung wurde 1951 erstellt und 1993 saniert. Das Wasserreservoir Bocktritt 1 stammt aus dem Jahr 1950, entsprach seit längerem nicht mehr den modernen Anforderungen und stiess mit 330 Kubikmetern an die Kapazitätsgrenze. Dieses kann nun durch das neue Reservoir abgelöst werden. Das Projekt kostete 1,4 Millionen Franken. Die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden übernahm davon 250000 Franken. «Diese Unterstützung motiviert uns, die Aufgaben der Wasserversorgung Seedorf mit neuem Elan anzugehen», sagte Zwyssig.

Projektleiter Marcel Gasser war es vorbehalten, über technische Daten des neuen Wasserreservoirs zu informieren. Das Gesamtvolumen ist mit rund 900 Kubikmetern respektive 900000 Litern rund dreimal so gross wie dasjenige der Felskaverne Bocktritt 1. Sie fasst sogar mehr Wasser als das Sportbecken des Schwimmbads Altdorf.

Löschreserve ist reserviert

Die Quellfassung Chuchibach liegt auf 802 Metern über Meer und das Reservoir Bocktritt 2 auf 523 Metern. Die zwei gleich grossen Kammern beinhalten 1,5 Tagesreserven Normalwasserverbrauch der Gemeinde Seedorf, 300 Kubikmeter Wasser sind als Löschreserve reserviert. Für den Bau wurden rund 3600 Kubikmeter Erde ausgehoben. Rund 370 Kubikmeter oder 900 Tonnen Beton wurden für den Bau benötigt. Bei Trübungen des Quellwassers etwa durch Unwettereinflüsse wird die Wasserversorgung über den Wasserverbund Unteres Reusstal (WUR) sichergestellt. Eine entsprechende Verbindung zum WUR-Leitsystem wurde erstellt. Dank bereits vor 65 Jahren geschickt gewählten Wasserspiegelanlagen ist in Seedorf sowohl die Abgabe wie der Bezug von Trinkwasser ab dem WUR ohne Fremdenergiezufuhr möglich.

Die Aufträge wurden praktisch ausschliesslich an Urner Firmen erteilt. Beteiligt waren Baumann Hedinger Gasser AG (Ingenieurarbeiten), Implenia Schweiz AG (Baumeister), Arnold AG Heizung/Sanitär, Spenglerei Arnold AG, Bürgergemeinde Seedorf (Holzerarbeiten), Louis Zurfluh AG (Schlosserarbeiten) und Malergeschäft Hans Schuler.

Kaplan Piotr vom Benediktinerinnenkloster Sankt Lazarus Seedorf weihte das Wasserreservoir schliesslich mit besinnlichen Worten ein. Anschliessend freute sich die Bevölkerung von Seedorf, ihr neues Trinkwasserreservoir im Detail besichtigen zu können.

Georg Epp

redaktion@urnerzeitung.ch

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