Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SEEDORF: Weihnachten früher und heute: «Das Christkind kann fliegen!»

Die Geschenke mögen sich über die Jahre verändert haben verändert haben. Die vorfreudige Ungeduld auf das Christkindli ist bei Grossmutter und Enkel aber die Selbe.
Marlis Albert (68) mit ihrem Enkel Remo (6) in Seedorf. (Bild: Boris Bürgisser (15. Dezember 2017))

Marlis Albert (68) mit ihrem Enkel Remo (6) in Seedorf. (Bild: Boris Bürgisser (15. Dezember 2017))

Die Vorfreude im Hause Albert ist gross. Remo zählt fleissig die Nächte, bis das Christkind endlich kommt und ihm seinen Wunsch erfüllt: einen Tiger, der laufen kann. Sein Grosi Marlis weiss, wie es ihrem sechsjährigen Enkel gerade ergeht. Das bange Warten und die steigende Vorfreude sind ihr noch immer präsent. «Wie oft haben wir uns damals am Schaufenster des Dorfladens die Nase plattgedrückt!»

Die Zeremonie an Heiligabend war aber anders als heute, erzählt Marlies Albert: Sie und ihre sechs Geschwister wurden wie üblich ins Bett geschickt. «Schlafen konnte ich aber nicht. Immer, wenn ich draussen etwas Helles gesehen habe, dachte ich: Jetzt kommt das Christkind!» Vor der Mitternachtsmesse wurden die Kinder geweckt und in die Stube gerufen, wo die Geschenke in sieben Häufchen und unverpackt bereitlagen: Socken, Nastüchlein, Mandarinen, Nüsschen – «und Schokolade!», fällt ihr ein. «Das war damals was Besonderes.»

Gegen das Grosi hat auch der Tiger keine Chance

Auch wenn sich die Geschenke von damals und heute unterscheiden – bei ihren Vorstellungen vom Christkind sind sich Grosi und Enkel einig: «Es kann fliegen!» Am 26. Dezember feiert die ganze Familie Albert mit den acht Enkelkindern zusammen. In ihrer Kindheit wurde nur im engen Familienkreis gefeiert, die Grosseltern waren nur selten zu Besuch, erzählt Marlis Albert. Die 68-jährige Rentnerin hingegen verbringt – nicht nur an Weihnachten – viel Zeit mit ihren Enkelkindern. Ganz zur Freude von Remo. «Mein Grosi ist lustig und macht alles mit», sagt er. Da kann selbst ein Tiger, der laufen kann, nicht mithalten.

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

So bringt das Weihnachtsfest Generationen zusammen

Wie war Weihnachten früher? Und was macht das Fest heute aus? Wir sprachen mit Experten-Duos aus der gesamten Zentralschweiz: Grosseltern und ihren Enkelkindern. Die Beiträge aus den anderen Kantonen finden Sie unter:

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.