Seedorfer CVP-Landrat will Fusion von Zaku und Abwasser Uri ermöglichen

Andreas Bilger fordert in einer Motion, das Kantonale Umweltgesetz anzupassen und eine Zusammenlegung der beiden Gesellschaften, die für die Entsorgung im Kanton Uri zuständig sind, zu prüfen. 

Markus Zwyssig
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Sollen Zaku und Abwasser Uri fusionieren? Unser Bild zeigt, wie bei der Zentralen Organisation für Abfallbewirtschaftung (Zaku) Siedlungsabfall verladen wird.

Sollen Zaku und Abwasser Uri fusionieren? Unser Bild zeigt, wie bei der Zentralen Organisation für Abfallbewirtschaftung (Zaku) Siedlungsabfall verladen wird.

Bild: PD

Abwasser Uri rechnet für die kommenden Jahre mit negativen Budgets und Rechnungen. Die vorhandenen Reserven müssen angezapft werden. In jedem Fall ist nicht damit zu rechnen, dass die Gebühren gesenkt werden können. Im Gegensatz dazu konnte die Zentrale Organisation für Abfallbewirtschaftung (Zaku) zuletzt positive Zahlen vorweisen. Es wurden jeweils Gewinne erzielt, die zum Teil auch an die Aktionäre und somit an die Gemeinden zugewiesen werden können. Auch künftig ist davon auszugehen, dass die Zaku Gewinne erzielen kann.

«Die beiden Gesellschaften, die im Kanton Uri für die Entsorgung des Abfalls und des Abwassers zuständig sind, weisen unterschiedliche Finanzstärken auf», sagte Andreas Bilger (CVP, Seedorf) am Mittwoch bei der Einreichung seiner Motion. Zaku und Abwasser Uri würden aber den gleichen Zweck verfolgen und auch nahezu die gleiche Eigentümerstruktur haben. Für Bilger stellt sich die Frage, ob allenfalls mittels Änderungen in der Struktur und der Organisation und einem allfälligen Zusammenschluss der Gesellschaften Synergien erzielt werden können mit dem Ziel, das zukünftig im Bereich der Entsorgung ausgeglichene Ergebnisse erzielt werden können - dies wenn möglich mit der Vorgabe, dass die Gebühren gleichhoch bleiben oder allenfalls gesenkt werden können.

In anderen Kantonen ist eine Organisation für Entsorgung verantwortlich 

Bilger wies darauf hin, dass in anderen Kantonen die Entsorgungsaufgaben durch eine einzige Organisation wahrgenommen wird, wie zum Beispiel im Kanton Luzern durch die Real Luzern (Recycling, Entsorgung, Abfall Luzern). «Auch im Kanton Uri sollte Entsprechendes möglich sein und insbesondere dazu führen, dass die Organisation gestrafft und Einsparungen erzielt werden können», so Bilger. 

Sowohl die Zaku, als auch die Abwasser Uri sind als Aktiengesellschaften organisiert und verfügen über einen eigenen Verwaltungsapparat und somit einen Verwaltungsrat, eine Geschäftsführung und weitere Angestellte. «Hier können mit Sicherheit Synergien genutzt werden, wenn zukünftig eine Zusammenlegung der Gesellschaften möglich und erfolgen würde », sagte Bilger.

Rechtsgrundlage für die beiden Gesellschaften bildet das Kantonale Umweltgesetz (KUG) sowie die Kantonale Umweltverordnung (KUV). «Bis Anhin ist keine rechtliche Grundlage vorhanden, die einen Zusammenschluss ermöglicht, womit eine entsprechende Anpassung vorzunehmen», stellt Bilger klar. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass mit der Fusion der Gemeinden Seedorf und Bauen die Kantonale Umweltverordnung angepasst werden muss und es somit Sinn macht, gleich auch die Änderung des KUG und des KUV im Hinblick auf eine mögliche Zusammenlegung der Zaku und der Abwasser Uri zu prüfen.