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SEELISBERG: Asyl-Streit in Seelisberg schreckt Urner Landrat auf

Das Urner Parlament hat am Mittwoch mit der Aufarbeitung des Streits um eine Asylunterkunft in Seelisberg begonnen. Alle vier Fraktionen haben Vorstösse eingereicht und fordern Verbesserungen.
Seelisberger fordern eine vernünftige Asyllösung. Das Plakat hängt am 4. August im Dorfzentrum. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Seelisberger fordern eine vernünftige Asyllösung. Das Plakat hängt am 4. August im Dorfzentrum. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Die FDP regt in einer Interpellation einen fixen Verteilschlüssel für Asylsuchende auf die Gemeinden an. Dieses System könne Probleme, wie es sie in den letzten Wochen rund um Seelisberg gegeben habe, lösen, sagte Ruedi Cathry (FDP). Fixe Verteilschlüssel hätten sich in anderen grossen und kleinen Kantonen bewährt. Für ihn war zudem nicht klar, warum in 6 von 18 Gemeinden in Uri keine Flüchtlinge untergebracht würden.

Die SVP schlägt ebenfalls in einer Interpellation vor, dass die Regierung ihre Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz, das in Uri die Flüchtlinge betreut, überprüft. Sie will von der Regierung Auskunft darüber, ob der Kanton die Unterbringung und Betreuung nicht in Eigenregie vornehmen könne.

Die SP fordert in einer Parlamentarischen Empfehlung Beschäftigungsprogramme für Asylsuchende und zu deren beruflichen Integration neue Praktikumsplätze. Zudem sollen jugendliche Flüchtlinge in einer neu zu schaffenden Sommerschule ihre Deutschkenntnisse verbessern können.

CVP -Landrat Daniel Furrer verlangt zudem in einer weiteren Empfehlung, dass der Regierungsrat die Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und den Gemeinden überprüft respektive verbessert. Der Parlamentarier pocht in seinem Vorstoss auf die Gemeindeautonomie und gerade in übergeordneten Aufgaben auf eine offene Kommunikation zwischen den Staatsebenen.

Die Urner Regierung äusserte sich am Mittwoch im Parlament nicht zu den Vorschlägen. Sie beantwortet wie üblich die Vorstösse in den kommenden Monaten schriftlich. Im Nachgang zum Streit um die Asylunterkunft im Bergdorf Seelisberg hatte der Regierungsrat bekanntgegeben, auf die Unterkunft vorläufig zu verzichten und das Asylwesen im Kanton mit den Gemeinden generell unter die Lupe zu nehmen. (sda)

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