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SEELISBERG: Ein Hauch Nostalgie hält Einzug

Am kommenden Wochenende steht das Dorf ganz im Zeichen der Drehorgelmusik. Das grosse Finale geht am Sonntagnachmittag auf dem Bahnhofplatz über die Bühne.
Christoph Näpflin
Zum 100-Jahr-Jubiläum von Seelisberg Tourismus treffen sich am kommenden Wochenende Drehorgelspieler aus der ganzen Schweiz und Deutschland in Seelisberg. (Bild: Christoph Näpflin (Seelisberg, 19. Juli 2015))

Zum 100-Jahr-Jubiläum von Seelisberg Tourismus treffen sich am kommenden Wochenende Drehorgelspieler aus der ganzen Schweiz und Deutschland in Seelisberg. (Bild: Christoph Näpflin (Seelisberg, 19. Juli 2015))

Christoph Näpflin

redaktion@urnerzeitung.ch

Am kommenden Samstag und Sonntag, 22. und 23. Juli, steht das Dorf Seelisberg erneut ganz im Zeichen des Drehorgeltreffens im Rahmen des 100-Jahr-Jubiläums von Seelisberg Tourismus. Die Drehorgeln sind tagsüber an verschiedenen Plätzen in Seelisberg und an der Schiffstation Treib anzutreffen. Sie spielen mit ihren originellen und bunten Leierkasten beliebte und bestens bekannte Musikstücke aus verschiedenen Zeitepochen.

Die Wortgottesfeier vom kommenden Sonntag um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche Seelisberg wird ebenfalls von Drehorgelspielern begleitet. «Grosser Gott», «Ave Maria», «Von guten Mächten wunderbar geborgen» oder «Amazing Grace» sind nur einige der Musikstücke, die dabei zu hören sein werden. Zum Abschluss treffen sich die Drehorgelspieler am Sonntagnachmittag um 16 Uhr zum grossen ­Finale mit allen Spielern auf dem Bahnhofplatz. Bei Regenwetter sind Anpassungen im Programm mög­lich.

Lange Tradition in ganz Europa

Bereits seit Beginn des 18. Jahrhunderts sind Drehorgeln in Europa bekannt. Der Drehorgelspieler – in Norddeutschland auch Leierkastenmann genannt – betätigt dabei eine Kurbel, die ein Steuersystem im Innern des Instruments in Bewegung setzt. Die mechanischen Drehorgeln, die am Wochenende in Seelisberg zu hören sein werden, sind mit Stiftwalzen ausgestattet, sodass die Spieler durch das Ändern der Drehgeschwindigkeit Einfluss auf die Musikstücke nehmen können und mit verschiedenen Registern die Klangfarbe verändern können.

Die Drehorgelmusik erinnert an längst vergangene Zeiten, als ein Kurorchester die Gäste in den grösseren Hotels von Seelisberg am Nachmittag und Abend bei Tee und Kaffee unterhielt. Diese Musikstunden waren bei den Gästen sehr beliebt und brachten den noblen Hotels von Seelisberg ein Flair von Luxus und Erstklassigkeit, das die vornehmen Herrschaften aus ganz Europa um die Jahrhundertwende sehr schätzten. Die Gäste hatten viel Zeit während ihres Aufenthalts und genossen diesen mit allen Vorzügen, welche die damalige Zeit kannte.

Von der Jazzmusik bis zur Messfeier

Das äusserst wohlklingende Instrument wurde zum einen von Strassenmusikanten gespielt. Es war aber auch als Kirchen- und Saloninstrument bei Tee- und Kaffeekränzchen gern gehört. Bis heute ist die Drehorgel an Anlässen aller Art zu hören und wird sogar als Instrument in der Jazzmusik eingesetzt. Und auch die Umrahmung der sonntäglichen Messe ist wohl speziell.

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