SEELISBERG: Fondue-Idee soll Urnerin Türen öffnen

Karin Kuster verbindet Funktionalität mit Design. Nun reist sie mit einem neuartigen Fondue-Geschirr an die Genfer Erfindermesse.

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Karin Kuster mit ihrem neu entworfenen Fondue-Topf mit dem Yin-und-Yang-Muster. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Karin Kuster mit ihrem neu entworfenen Fondue-Topf mit dem Yin-und-Yang-Muster. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

«Cadeux – Geniessen in gutem Ton» steht auf dem kleinen Büchlein, das zusammen mit dem Fondue-Caquelon geliefert wird. «Cadeux steht für Schweizer Kunsthandwerk, innovative Ideen und verbindet Design mit Funktionalität», erklärt Karin Kuster.

Die Urnerin ist die Erfinderin von Cadeux, dem erweiterten Fondue-Geschirr. Kuster besitzt in Seelisberg ein eigenes Atelier, wo sie regelmässig Töpferkurse mit Kindern und Erwachsenen durchführt. Dort, in der «Töpfer-Ei», entstand auch die Idee zu dem neuartigen Caquelon. «Ursprünglich sollte ich im Auftrag des Hotels Tell in Seelisberg ein zweigeteiltes Fondue-Geschirr für mehrere Käsesorten entwerfen», erklärt die junge Frau. Bald bemerkte Kuster mit ihrem Sinn für Ästhetik, dass ihr dieses schlichte Design nicht gefiel, und produzierte die ersten eigenen Töpfe mit dem bekannten Yin-und-Yang-Muster.

Anspruch an hohe Qualität
«Mir war klar, dass die Caquelons eine hohe Qualität besitzen müssen, da sie grosser Hitze ausgesetzt werden», erzähl Kuster. Nach den ersten selber hergestellten Caquelons suchte sie daher professionelle Hilfe für Giessmasse und Gipsformen. Über ein Jahr dauerte es, bis die gelernte Sozialpädagogin mit ihrem Ergebnis zufrieden war. «Die Arbeit war sehr aufwändig und brauchte viel Geduld, was für mich nicht immer ganz einfach war», sagt sie. Letztendlich aber hätten sich der ganze Aufwand und die unzähligen Telefonate und Kilometer gelohnt. «Das Gesamtkonzept gefällt mir. Und die Resonanz der Leute, die Cadeux gesehen haben, ist sehr gut.»

Raffaela Truttmann