SEELISBERG: Freiheit, Demokratie und Frieden als Fundament

Die Dorfvereine boten den Einheimischen und Gästen zum Geburtstag der Schweiz ein abwechslungsreiches Abendprogramm.

Christoph Näpflin
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In Seelisberg tanzten junge und ältere Trachtenleute. (Bilder: Christoph Näpflin (Seelisberg, 1. August, 2017))

In Seelisberg tanzten junge und ältere Trachtenleute. (Bilder: Christoph Näpflin (Seelisberg, 1. August, 2017))

Christoph Näpflin

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Einheimische sowie Gäste aus dem In- und Ausland feierten am Dienstagabend in der voll besetzten Seelisberger Pfarrkirche den 726. Geburtstag der Schweiz. Von den publik gemachten Problemen, die andernorts bei der Organisation von Bundesfeiern festzustellen sind, war in Seelisberg dank des grossen Engagements der zahlreichen Mitglieder der Dorfvereine nichts zu spüren. Trachtentanz, Gesang, Musik, Alphorn und Fahnenschwinger sowie kurze Szenen aus dem Theaterspiel zum 100-jährigen Bestehen von Seelisberg Tourismus zogen Jung und Alt an der abendlichen Bundesfeier vom 1. August gleichermassen in den Bann.

«Wir geniessen seit Jahren die traditionelle Bundesfeier in Seelisberg, hier oben, direkt über dem Rütli», erklärte ein Ehepaar aus Zürich, dass jeweils aus diesem Grund Ferien in Seelisberg geniesst. Sogar Bertrand Roulet aus Neuenburg, der sich als Komponist schweizweit einen Namen gemacht hat, lässt sich jedes Jahr aufs Neue von den Seelisberger Traditionen zum 1. August begeistern. Ihm haben es vor allem der Männerchorgesang, die Blasmusik und das Alphornspiel angetan.

Freiheit, Demokratie und Frieden

Aufgrund der «zahlreichen Herausforderungen unserer Zeit» ermahnte der Urner Ständerat Josef Dittli in seiner Festansprache, gemeinsam und solidarisch anzupacken, Probleme zu lösen und Herausforderungen zu meistern. «Freiheit, Demokratie und Frieden sind das Fundament, auf dem unsere Vorfahren die Schweiz gebaut haben», sagte der Urner FDP-Politiker und ehemalige Landammann. «Auf diesem Fundament basiert unser heutiger Wohlstand, und auf diesem Fundament müssen wir immer wieder weiterbauen, um dem Druck und den Herausforderungen von heute standzuhalten.»

Dittli bedankte sich in seiner Ansprache zum 1. August auch bei all denen, die viele Generationen vor uns die Basis der heutigen Schweiz geschaffen hätten. Er dankte aber auch all jenen, die sich heute für das Gemeinwohl in unserem Land, in den Familien, in den Vereinen und im Alltag einsetzen. «Unser Land hat Zukunft», betonte er. «Wir müssen aber dafür sorgen, dass unsere Errungenschaften weiterhin Bestand haben und dass unsere Stärken und Werte weiter gelebt werden», forderte er die Zuhörer zum Mitwirken auf.