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SEELISBERG: Rückblick strapaziert Lachmuskeln

Schauspieler und Musikanten bieten beim Waldtheater einen äusserst amüsanten Rückblick auf die 100-jährige Geschichte von Seelisberg Tourismus. Das Premierenpublikum war hell begeistert.
Bruno Arnold
Szene aus dem Theaterstück: in der «Sonnenberg»-Hotelküche (Bild: Bruno Arnold (Seelisberg, 5. Juli 2017))

Szene aus dem Theaterstück: in der «Sonnenberg»-Hotelküche (Bild: Bruno Arnold (Seelisberg, 5. Juli 2017))

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Es ist längst bekannt: Die Seelisberger Theaterspieler und Musikanten sind initiativ und engagiert, aber vor allem auch innovativ, ideenreich und voller Enthusiasmus. 2016 haben sie im «Bahntheater» die 100-jährige Geschichte der Treib-Seelisberg-Bahn auf unterhaltsame Weise aufgerollt. Mit musikalischer Unterhaltung reiste das Publikum vor einem Jahr von der Bergstation mit der Standseilbahn bis an den See.

Gleichzeitig wurde damals eine historische Zeitreise unternommen. In fünf Szenen brachten die zwölf Laiendarsteller sowie der Erzähler – allesamt Einheimische – den Zuschauern verschiedene Episoden der Bahngeschichte näher.

Erfolgreiches Konzept wird übernommen

2017 wird der ehemalige Fremdenverkehrsverein Seelisberg (heute: Seelisberg Tourismus) 100-jährig. Erneut feiert man den runden Geburtstag nicht – wie vielerorts üblich – mit der Herausgabe einer teuren Festschrift, die Gefahr läuft, nach einmaligem Durchblättern in einer Schublade zu verschwinden oder in einem Büchergestell Staub anzusetzen. Stattdessen gibt es wie 2016 ein Theaterstück, das nachhaltig in Erinnerung bleiben soll, festgehalten in Bild und Ton.

Das erfolgreiche Konzept des «Bahntheaters» 2016 wird im diesjährigen Fünfakter mit dem Titel «Als die ersten Gäste kamen ...» übernommen. Erneut hat Christoph Näpflin in Büchern, Zeitschriften und Protokollen recherchiert und ein Drehbuch geschrieben, das auf historischen Tatsachen basiert. Auch 2017 nimmt Näpflin die Zuschauer als Erzähler auf eine Zeitreise mit, die musikalisch umrahmt wird. Wiederum ist der Aufführungsort speziell, diesmal wird im Seelisberger Tannwald gespielt. Erneut hat ein Team aus Einheimischen und «Seelisberg-Verliebten» Näpflins «Rohfassung» mit spontanen Ideen weiterentwickelt und zur Bühnenreife gebracht. Die gegenüber 2016 einzig um eine Person ergänzte verschworene Truppe hat in Eigenregie die Finanzierung des Projekts gesichert, passende Kostüme und Requisiten gesucht und herstellen lassen, das Bühnenbild geschaffen, die Werbetrommel gerührt, das Festzelt und die Bühne gestellt oder auch den Betrieb der Waldbar organisiert.

«Wir möchten Ihnen die Geschichte des Tourismus in Seelisberg näherbringen», umschrieb Näpflin am vergangenen Mittwoch bei der Begrüssung der Premierengäste den Inhalt des Stücks. «Noch wissen wir nicht, wie Sie reagieren werden. Wir hoffen einfach, dass Sie den Plausch haben.» Rund 100 Minuten später erhielten alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen die Antwort – in Form eines nicht enden wollenden Applauses.

Amüsant und reich an witzigen Pointen

«Als die ersten Gäste kamen ...» bietet äusserst amüsantes und an witzigen Pointen und Running Gags reiches Volkstheater, das die Lachmuskeln der Zuschauer arg strapaziert. Dafür verantwortlich sind die Schauspieler, die sich als echte Verwandlungskünstler entpuppen und im Verlaufe des Fünfakters immer wieder in neue Rollen schlüpfen. So wird beispielsweise aus dem Kofferträger zuerst der Stimmenzähler an der 50. GV und danach auch noch der Bauer Joe.

Die ersten drei Akte spielen um 1900: am Eingang zum Grandhotel Sonnenberg, in der «Sonnenberg»-Hotelküche und am Seelisberger Seeli. In der vierten Szene wird dann auch noch das Publikum selber integriert – als Bestandteil der 50. GV des Fremdenverkehrsvereins Seelisberg. Und schliesslich erhält der fünfte Akt am Eingang zum Spa-Hotel Superior Seelisberg fast schon einen futuristischen Anstrich. Mehr sei nicht mehr verraten. Nur so viel: Freunde echten Dorftheaters dürfen sich diese Eigenleistung der Seelisberger nicht entgehen lassen.

Hinweis

Weitere Aufführungen finden am 7., 8., 9., 11., 12., 14. und 15. Juli, jeweils um 20 Uhr statt. Es gibt noch wenige freie Plätze, die bei Seelisberg Tourismus (041 820 15 63) reserviert werden können.

Szene aus dem Theaterstück: am Eingang zum Spa-Hotel Superior (Bild: Bruno Arnold (Seelisberg, 5. Juli 2017))

Szene aus dem Theaterstück: am Eingang zum Spa-Hotel Superior (Bild: Bruno Arnold (Seelisberg, 5. Juli 2017))

Szene aus dem Theaterstück: am Seelisberger Seeli (Bild: Bruno Arnold (Seelisberg, 5. Juli 2017))

Szene aus dem Theaterstück: am Seelisberger Seeli (Bild: Bruno Arnold (Seelisberg, 5. Juli 2017))

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