SEELISBERG: Schatz von Seelisberg: Erben sind gefunden

Das Rätsel um die 1000 Gulden ist gelöst. Es haben sich Personen gemeldet, die offenbar die rechtmässigen Erben sind. Ein Experte wird diese Leute genau prüfen.

Guido Felder
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Blick auf das Seeli in Seelisberg. (Archivbild Neue UZ)

Blick auf das Seeli in Seelisberg. (Archivbild Neue UZ)

Es ist ein wahrer Schatz, den der 1842 verstorbene Chorherr Karl Gisler hinterlassen hat: 1000 Luzerner Gulden vertraute er der damaligen Waisenverwaltung Seelisberg an – aber das mit verschiedenen Auflagen. Die wichtigste Auflage war, dass das Kapital samt Zinsen einzig zu verwenden sei für die Nachkommen seines Bruders Martin. Weiter soll das Geld nur ausbezahlt werden, falls die Nachkommen in Armut geraten und Hilfe von der Armenpflege brauchen würden.

Frist bis Ende Februar

Über Jahrzehnte hatte der Gemeinderat das Testament und somit die Stiftung verwaltet. Vor knapp einem Jahr suchte er per Inserat nach den rechtmässigen Erben des Schatzes, der rund 70'000 Franken wert ist. Dabei setzte sich der Gemeinderat eine Frist: Innert eines Jahres – das heisst bis Ende Februar 2014 – sollten sich allfällige Erben gemeldet haben. Wenn nicht, müsste das Guthaben gemäss Testament der Pfarrgemeinde Seelisberg übergeben werden.

Schon jetzt scheint aber klar, dass die rechtmässigen Erben gefunden worden sind. Denn nebst einigen Scherz-Gesuchen sei ein gut dokumentiertes Schreiben eingegangen, das wohl von den rechtmässigen Erben stamme. Nun wird ein Experte eingeschaltet, der das Ganze prüft.