Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SEELISBERG: Skibob-Weltmeisterin geht jetzt für die Schweiz an den Start

Bisher hat die Behindertensportlerin Stephani Victor (48) unter der Flagge der USA Dutzende Titel und Medaillen geholt. Fortan will die Skibobfahrerin für die Schweiz Erfolge einheimsen – sie beantragte die Doppelbürgerschaft.
Josef Dittli (links) und Alfred Bossard überreichen Stephani Victor den symbolischen Pass. (Bild: Urs Hanhart (Seelisberg, 22. September 2017))

Josef Dittli (links) und Alfred Bossard überreichen Stephani Victor den symbolischen Pass. (Bild: Urs Hanhart (Seelisberg, 22. September 2017))

Im Hotel Bellevue in Seelisberg ging am Freitag im Beisein von rund 90 Gästen eine spezielle Feier über die Bühne. Hintergrund war ein Nationenwechsel einer erfolgreichen Behinderten-Wintersportlerin. Der Urner Ständerat Josef Dittli und der Nidwaldner Regierungsrat Alfred Bossard überreichten Stephani Victor einen überdimensional grossen Schweizer Pass.

Den zwar viel kleineren, aber gültigen Pass, hat die gebürtige US-Amerikanerin seit rund drei Monaten in ihrem Besitz. Die zweifache Skibob-Olympiasiegerin, viermalige Weltmeisterin und fünffache Gesamtweltcupsiegerin ist seither Doppelbürgerin. «Für mich ist mit dem Erhalt des Schweizer Passes ein Traum in Erfüllung gegangen», sagte sie an der Feier. «Ich werde künftig für die Schweiz an den Start gehen. Dieses wunderschöne Land ist zu meiner zweiten Heimat geworden.»

Von der Schauspielerin zur Rennfahrerin

Dass Stephani Victor den rotweissen Pass beantragte, kam nicht von ungefähr. Ihr langjähriger Lebenspartner, Trainer und Servicemann Marcel Kuonen, den sie 2005 geheiratet hat, ist gebürtiger Walliser. Die beiden sind seit 18 Jahren ein Paar und halten sich zu Trainingszwecken häufig in der Schweiz auf – wohnen aber in Park City im Bundesstaat Utah, wo Kuonen schon seit vielen Jahren als Skitrainer arbeitet. Victor wiederum war früher Filmschauspielerin. 1995 im Alter von 26 Jahren verlor sie bei einem Unfall beide Beine. Ohne Amputation hätte sie aufgrund des grossen Blutverlustes nicht überlebt. 1999 begann Victor mit Skibobfahren und stieg schon bald in den Rennzirkus ein. Mittlerweile hat sie bereits an vier Winter-Paralympics teilgenommen, und das mit grossem Erfolg. Eigentlich war die Ausnahmekönnerin an den Olympischen Spielen in Sotschi nach einem schweren Sturz als Spitzensportlerin zurückgetreten. Im vergangenen Jahr hat sie sich jedoch entschieden, ein Comeback zu geben und auf die Wettkampfbühne zurückzukehren.

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.