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SEELISBERG: Wallfahren wie vor 400 Jahren

Am kommenden Freitag wandern Wallfahrer aus Uri, Schwyz und Nidwalden zur Wallfahrtskapelle Maria Sonnenberg. Paul Dubacher organisiert die Karfreitagswanderung zum 20. Mal.
Christoph Näpflin
Die Kapelle Maria Sonnenberg ist das Ziel der Karfreitagswanderung. (Bild: Christoph Näpflin (Seelisberg, 4. Mai 2016))

Die Kapelle Maria Sonnenberg ist das Ziel der Karfreitagswanderung. (Bild: Christoph Näpflin (Seelisberg, 4. Mai 2016))

Christoph Näpflin

redaktion@urnerzeitung.ch

Wenn sich am kommenden Karfreitag Teilnehmer aus Uri, Nidwalden und Schwyz auf den Weg nach Seelisberg machen, knüpfen sie an Traditionen von über 400 Jahren an. Das Ziel ist die Kapelle beim Sonnenberg, welche aus dem Jahr 1666 stammt und eine frühere Kapelle von 1589 abgelöst hatte. Sie wurde «Maria zum Trost» genannt. Durch die Bekanntheit vom benachbarten Grandhotel Sonnenberg mit seinen berühmten Gästen wie Richard Wagner, Gottfried Keller oder Konrad Adenauer erhielt die idyllische Waldkapelle im Laufe der Zeit den Namen «Maria Sonnenberg».

Paul Dubacher organisiert seit 20 Jahren eine Karfreitagswanderung. Diese führte früher zur Stäubenkapelle, heute ist Seelisberg das Ziel. «Für mich und viele andere Personen ist diese Karfreitagswanderung ein fester Bestandteil des Osterwochenendes geworden», hält Dubacher fest.

«Ich führe die uralte Tradition fort»

Es gibt Schriftstücke, welche bereits im frühen 16. Jahrhundert von einer «bedeutenden Anzahl von Wallfahrern» reden, welche Seelisberg aufsuchten. Im Gegensatz zu heute waren die Wallfahrer in dieser Zeit ausschliesslich zu Fuss unterwegs. Deshalb entstanden entlang dieser Wege von Bauen, Rütli, Treib, Schwybogen und Emmetten nach Seelisberg 50 Wegkreuze und Bildstöcklein. Diese säumen den Wanderweg, weisen den Wallfahrern die Richtung und laden immer wieder zum Innehalten und Beten ein. «Mit einer besinnlichen Karfreitagswanderung nach Seelisberg führe ich die uralte Tradition der Wallfahrt zur Kapelle ‹Maria zum Trost› in Seelisberg weiter», begründet Paul Dubacher aus Seedorf seine Initiative zu dieser Wanderung.

Bruno Weber von den Nidwaldner Wanderwegen und Margrith Liechti von der Pfarrei St. Martin Schwyz unterstützen ihn dabei mit Wanderungen aus ihren Kantonen.

Zum Schluss gibt es eine Fastensuppe

Am Karfreitag starten in Attinghausen, Emmetten und Schwyz die Wanderer und machen sich über die alten Pilgerwege auf nach Seelisberg. Nach der Ankunft in Seelisberg empfängt Pfarrer Daniel Guillet die Teilnehmer um 11.30 Uhr in der Marienkapelle zu einer besinnlichen Feier. Zum Abschluss der Wanderung sind alle Teilnehmer zu einer Fastensuppe ins Hotel Tell eingeladen.

Anschliessend fährt ein Bus nach Emmetten und Flüelen zurück. Die Schwyzer benützen Bahn und Schiff für die Rückkehr. «Ich empfehle den Teilnehmern dem Wetter angepasste Wanderkleider, gutes Schuhwerk sowie Regenschutz», rät Bruno Weber von den Nidwaldner Wanderwegen. Eine Anmeldung ist nicht nötig, die Wanderung findet bei jedem Wetter statt.

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