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SEELISBERG: Widerstand gegen Asylzentrum in Seelisberg

Gegen das vom Kanton Uri in einem ehemaligen Hotel in Seelisberg geplante Asylzentrum für 60 Bewohner hat sich Widerstand formiert. Eine Interessengruppe, der der Gemeindepräsident und weitere Mitglieder des Gemeinderats sowie Tourismusvertreter angehören, lancierte eine Petition.
Archivbild Elias Bricker

Archivbild Elias Bricker

«Wir haben Verständnis für die Probleme der Unterbringung von Asylanten im Kanton Uri und sind auch bereit, in Seelisberg unseren Anteil dazu zu leisten.» betont Ursi Aschwanden von der Interessengruppe. Die Interessengruppe votierte aber gegen das vom Kanton Uri geplante Vorhaben in Seelisberg, so die Gruppe in einer Medienmitteilung.

Die Interessensgruppe schreibt weiter: «Der vorgesehene Standort in der Dorfkernzone von Seelisberg ist für ein Asylzentrum absolut ungeeignet. In unmittelbarer Nähe befinden sich der Kindergarten, die Primarschule sowie die Turnhalle von Seelisberg.»

Das geplante Asylzentrum in Seelisberg soll ab September 2016 bis zu 60 Personen aufnehmen können (wir berichteten). Für die Gegner der Asylunterkunft sei diese Anzahl unterhältnismässig hoch und berge ein grosses Konfliktpotential, da vor allem erstasylsuchende junge Männer einquartiert werden sollen.

Die Interessengruppe verlangt deshalb zusammen mit dem Gemeinderat, dass das Asylprojekt gestoppt wird und sammelt dafür mit einer Petition Unterschriften. Die Votanten gaben bekannt, dass sie ihre Argumente anlässlich der Informationsveranstaltung der Urner Regierung vom 4. August 2016 in Seelisberg vorbringen wollen.

Gegenüber unserer Zeitung sagte Gemeindepräsident Karl Huser am 23. Juli, dass er die Abwehrhaltung der Seelisberger verstehen könne: «Aber grundsätzlich muss man die politische Lage in der Welt anschauen. Da muss es jemanden geben, der über die Klinge springt.»

24-Stunden-Betrieb

Weil die Unterbringungskapazitäten in gemieteten Wohnungen erreicht seien, habe der Kanton nach einer grösseren Gruppenunterkunft gesucht, begründete die kantonale Sozialdirektion den Schritt. Dabei sei das Hotel Löwen in Seelisberg als Unterkunft angeboten worden. Der Kanton Uri müsse wohl auch 2016 gegen 200 neue Flüchtlinge aufnehmen.

Um den Betrieb des Zentrums, der zunächst auf zwei Jahre befristet wird, kümmert sich das Rote Kreuz. Aufgrund der geografischen Lage soll das eigenständige Zentrum als 24-Stunden-Betrieb geführt werden. Die Flüchtlinge sollen rund um die Uhr beaufsichtigt werden.

pd/sda/zfo

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