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Seelisberg: Wolf tötet zwei Schafe

Auf einem Heimbetrieb in Volligen in der Gemeinde Seelisberg wurden zwei tote Schafe entdeckt. Dass es der Wolf war, steht nicht nur aufgrund des Rissbilds fest. Das Tier tappte auch in die Fotofalle.
Bruno Arnold
Bereits im April 2016 war in Seelisberg ein Wolf in eine Fotofalle getappt. (Bild: Amt für Forst und Jagd Uri, 2016)

Bereits im April 2016 war in Seelisberg ein Wolf in eine Fotofalle getappt. (Bild: Amt für Forst und Jagd Uri, 2016)

Ein Wolf hat am vergangenen Freitag, 12. Oktober, im Gebiet Volligen auf Gemeindegebiet von Seelisberg zwei Schafe gerissen. Dies bestätigte der Vorsteher des Amts für Forst und Jagd des Kantons Uri, Beat Annen, am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung. Nachdem zwei Jäger dem zuständigen Wildhüter am Freitag eine Wolfsichtung gemeldet hatten, sei nach Rücksprache mit der zuständigen kantonalen der entsprechende SMS-Alarm ausgelöst worden.

Nach Alarm Kontrollgang gemacht

Ein Schafhalter begab sich aufgrund der SMS-Warnung zu seiner Herde im Heimbetrieb in Volligen. Er entdeckte in der Folge zwei tote Schafe im eingezäunten und auch mit Elektrozaun abgesicherten Weidegebiet. Der aufgebotene Wildhüter platzierte daraufhin im besagten Weidegebiet eine Fotofalle. «Der Wolf ist noch in der gleichen Nacht an den ‹Tatort› zurückgekehrt», sagte Annen weiter. «Wir können aufgrund der Fotos und auch des Rissbilds ganz klar davon ausgehen, dass es sich in diesem Fall um einen Wolf gehandelt hat.»

Bereits Mitte Juli war im benachbarten Emmetten ein Wolfsriss verzeichnet worden. «Die Vermutung, dass es sich um den gleichen Wolf handeln könnte, liegt natürlich nahe, aber der Beweis fehlt», so Annen. Wie in all diesen Fällen üblich, wurden auch entsprechende DNA-Proben genommen, die in einem Labor von Fachleuten ausgewertet werden.

Kontakt mit Wildhüter aufnehmen

Seit dem Freitagabend sind gemäss Annen keine weiteren Meldungen mehr über mögliche Aufenthaltsorte des Raubtiers eingegangen. Der Bevölkerung wird geraten, bei möglichen Wolfsichtungen Kontakt mit dem ortsansässigen Wildhüter aufzunehmen. «Dieser macht sich aufgrund der Gespräche mit den Personen, die das Tier beobachtet haben, ein Bild darüber, ob das geschilderte Szenario realistisch erscheint und entscheidet daraufhin, ob ein Wolfalarm für die Schafhalter ausgelöst werden soll oder nicht», erklärt Annen das übliche Vorgehen der zuständigen Stellen.

Mehrere Wolfssichtungen und -risse

In Uri gab es 2018 mehrere Wolfssichtungen und Wolfsrisse. So hat eine Privatperson Anfang Mai im Gebiet Underalp in Andermatt einen Wolf fotografiert. Ende Mai wurde in Wassen und am 9. Juli unterhalb des Dammagletschers in Göschenen ein Wolf gesichtet. Zu zwei Rissen – mit grösster Wahrscheinlichkeit von zwei verschiedenen Wölfen – kam es Mitte Juli. Zuerst fiel oberhalb von Emmetten NW ein Schaf einem Wolf zum Opfer. Fast zeitgleich kam es im Riental bei Göschenen zu einem Angriff, bei dem sechs Tiere getötet wurden. Auf einer Alp im Göscheneralptal sind in der ersten Hälfte des Monats ­August fünf Schafe gerissen worden. Über die «Täterschaft» besteht aber Unklarheit: Sichergestellt wurde DNA eines Fuchses, die Urner Jagdverwaltung geht von einem Wolfsriss aus, für die Tierhalter hat ein Bär zugeschlagen, der dort auch in eine private Fotofalle getappt ist.

Über Ort der Sichtung informiert

Bei der SMS-Wolfwarnung handelt es sich um eine Sicherheitsmassnahme, die 2015 in den Kantonen Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden sowie in Luzern 2015 eingeführt wurde. Per SMS werden die Abonnenten – vor allem Schafzüchter – über das Auftauchen des Wolfes respektive den Ort der Sichtung informiert, um danach entsprechend handeln respektive Massnahmen treffen zu können.

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