SEELISBERG/EMMETTEN: Politiker bereichern den Schulalltag

Die Oberstufenschüler erhielten Besuch von namhaften Politikern. Sie konnten unter anderem Regierungsrat Res Schmid (NW) und Nationalrat Beat Arnold (UR) befragen.

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Die Oberstufenschüler von Seelisberg und Emmetten besuchen seit vielen Jahren die Kreisschule in Emmetten. So kommt es, dass Urner und Nidwaldner Schüler über die Kantonsgrenzen hinaus gemeinsam unterrichtet werden. Dies hat von Anfang an problemlos funktioniert, obwohl dabei unterschiedliche Dialekte und auch Schulsysteme aufeinanderprallen.

Damit alle Seelisberger Schulkinder zur gleichen Zeit Ferien haben, ob sie den Unterricht nun in Seelisberg oder in Emmetten besuchen, hat Seelisberg vor einigen Jahren das Feriensystem von Nidwalden übernommen.

Das grenzüberschreitende Schulsystem hat auch funktioniert, als die Schüler der zweiten und dritten Oberstufe in der vergangenen Woche im Rahmen des Geschichtsunterrichts mit Behördenvertretern, die auf kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Ebene tätig sind, Gespräche über deren politische Arbeit führten. Neben den Gemeinderäten und Landräten aus Emmetten hatten die Schüler Gelegenheit, den Nidwaldner Regierungsrat Res Schmid und den Urner Nationalrat Beat Arnold zu befragen.

Als Politiker muss man mit Kritik umgehen können

«Dank dieser Gespräche mit den Politikern wurden deren Arbeit und das politische System in der Schweiz für die Schüler viel besser fassbar und verständlich», freute sich Thomas Zberg von der Schulleitung Seelisberg über das Mitwirken der Politiker. Am meisten interessierten sich die Schüler für die Motivation für die politische Arbeit und dafür, was die Politiker im Alltag genau machen würden. «Neben einem aktiven Mitgestalten, Mitsprechen und Mitentscheiden muss man in der Politik auch mit Kritik umgehen können», sagte der Urner SVP-Nationalrat Beat Arnold. «Zudem sind nicht immer alle mit unserer Arbeit einverstanden», erklärte der ehemalige Schattdorfer Landrat und Urner Regierungsrat bei seinem Schulbesuch. Überrascht waren die Jugendlichen zu hören, dass im Nationalrat strenge Regeln gelten, wer zu welchem Thema wie lange sprechen darf. «Es war eine Bereicherung für den Schulunterricht, dass sich Politiker wie Res Schmid und Beat Arnold Zeit nahmen, mit den Jugendlichen über Politik zu sprechen und ihre Fragen zu beantworten», zog Thomas Zberg ein sehr positives Fazit zu den Besuchen der Politiker in der Schule. (NC)