Seelisberger Tourismus setzt auf bewährte Strategien

Der Vorstand von Seelisberg Tourismus zieht eine positive Jahresbilanz. Am 1. August startet eine neue Attraktion in Seelisberg, welche den Tourismus vorwärtsbringen soll.

Christoph Näpflin
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Zahlreiche Anlässe fallen heuer dem Coronavirus zum Opfer. Auch die 1.-August-Feier wird nicht im gewohnten Rahmen stattfinden können.

Zahlreiche Anlässe fallen heuer dem Coronavirus zum Opfer. Auch die 1.-August-Feier wird nicht im gewohnten Rahmen stattfinden können.

Archivbild: Christoph Näpflin

Nebst rund 70'000 Übernachtungen in den verschiedenen Beherbergungsbetrieben von Seelisberg rechnet der Tourismus-Vorstand mit rund 200'000 Tagesausflugsgästen im vergangenen Jahr, welche mit der Bergbahn, dem Postauto, zu Fuss oder im eigenen Wagen nach Seelisberg gekommen sind. Vom Campingplatz über die Ferienwohnungen und Hotels bis zum «Ideenhaus» zeigt sich das Angebot bereits jetzt vielfältig. Bald soll ein «Bubble-Zelt» diese Angebote noch ergänzen.

Das Schwerpunktmarketing in Belgien mit Ervé Lernout machte sich im vergangenen Jahr bezahlt, gab es doch 4000 Übernachtungen von belgischen Gästen allein aus dieser Zusammenarbeit. Im Camping- und Badebetrieb am Seelisberger Seeli konnte ein Reingewinn von fast 30'000 Franken erwirtschaftet werden. «Die grossen Investitionen in die Erneuerung der Anlage am Seeli vor fünf Jahren haben sich mehr als nur gelohnt», erklärt Tourismuspräsidentin Ursi Aschwanden stolz. Dank einem weiteren erfreulichen Ergebnis im vergangenen Jahr konnten alle Darlehen bereits zurückbezahlt werden und der «Seelibetrieb» steht schuldenfrei da. Die Vereinsrechnung schliesst wie in den Vorjahren ausgeglichen ab.

Die vor fünf Jahren total sanierte Anlage am Seelisberger Seeli ist nun schuldenfrei und die wichtigste Einnahmequelle für Seelisberg Tourismus.

Die vor fünf Jahren total sanierte Anlage am Seelisberger Seeli ist nun schuldenfrei und die wichtigste Einnahmequelle für Seelisberg Tourismus.

Bild: Christoph Näpflin

Schwerpunkte für die nächsten Jahre sind gesetzt

An einem Workshop im Isenthal hat der Vorstand von Seelisberg Tourismus die strategischen Schwerpunkte für die nächsten Jahre definiert. Im Mittelpunkt steht dabei erneut der Betrieb vom Naturcamping und -badi am Seelisberger Seeli, die Zusammenarbeit mit den regionalen Tourismuspartnern sowie die Förderung vom Tourismusbewusstsein in Seelisberg.

Bei den Aktivitäten steht die Eröffnung der neuen «Geschichtsreise Seelisberg-Rütli» in Seelisberg am 1. August 2020 im Mittelpunkt. «Diese neue viersprachige Freiluftausstellung in Seelisberg mit spektakulären Aussichten und spannenden Einblicken in die Geschichte vom Rütli, den Verkehrswegen zum Gotthard und einer witzigen Animation von berühmten Gästen von Seelisberg wird neue Akzente im Seelisberger Tourismus setzen», ist André Hafner vom Vorstand überzeugt.

Der Vorstand von Seelisberg Tourismus setzt auf die bewährten strategischen Schwerpunkte.

Der Vorstand von Seelisberg Tourismus setzt auf die bewährten strategischen Schwerpunkte.

Bild: Christoph Näpflin

Trotz der Pandemie waren an schönen Frühlingswochenenden in Seelisberg die Parkplätze oft bis auf den letzten Platz gefüllt. «Wenigstens konnten die Restaurants ihren Betrieb, wenn auch mit Einschränkungen, jetzt wieder aufnehmen und die vielen Gäste haben so nun eine Möglichkeit, etwas zum Trinken und Essen zu erhalten», sagt Monika Baumann vom Tourismusvorstand. «Wir hoffen, dass dann am 8. Juni auch wieder der Betrieb am Seelisberger Seeli geöffnet werden kann und auch Schiff und Bergbahn wieder verkehren dürfen.»

1.-August-Feier wird abgesagt und die GV verschoben

Zahlreiche der unterschiedlichsten Anlässe wie das Modellschifftreffen oder der Berglauf mussten abgesagt werden und auch die 1.-August-Feier 2020 wird nicht im gewohnten Rahmen stattfinden können. «Die Generalversammlung von Seelisberg Tourismus werden wir am 10. Oktober 2020 nachholen. Diese Zusammenkunft ist immer wieder eine wichtige Gelegenheit zum Informations- und Gedankenaustausch», begründet Kassierin Madlen Truttmann die späte Durchführung der Tourismus-GV. Aufgrund der aktuellen Situation sei eine gute Zusammenarbeit mit allen Tourismuspartnern erst recht von grosser Bedeutung.