SEELISBERG/FEUERTHALEN: Der neue Pfarrer ist mit Vorwürfen belastet

Der neue Seelisberger Pfarrer Daniel Guillet verlässt seine jetzige Pfarrei im Unfrieden: Es kam zu Spannungen mit Kirchenbehörden. «Alles Bagatellen», sagt er.

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Daniel Guillet. (Bild pd)

Daniel Guillet. (Bild pd)

Der neue Pfarrer Daniel Guillet kommt mit einer unrühmlichen Vorgeschichte nach Seelisberg und Beckenried. Im zürcherischen Feuerthalen, wo Daniel Guillet noch bis am 1. November arbeitet, ist der Pfarrer von Bischof Vitus Huonder abberufen worden. Grund: Zwischen Guillet und Vertretern der Kirchenpflege ist es zu Spannungen und Kommunikationsproblemen gekommen.

Für Guillet ist der Abschied von Feuerthalen «schmerzlich»
Dabei hat Seelisberg gerade eine schwere Zeit hinter sich. Der nigerianische Priester Leonard Chidi, der die Kollekte geplündert hatte und Ende März untergetaucht ist, warf einen Schatten über die Kirchgemeinde. «Ich möchte die Vorfälle in Feuerthalen nicht in der Öffentlichkeit breittreten», sagt Daniel Guillet. Es gehe um persönliche Konflikte mit Leuten aus der Kirchenpflege. Guillet betont, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nicht gravierend seien: «Es handelt sich dabei um Bagatellen: Ich könne nicht delegieren, ich könne nicht organisieren, ich sei nicht kritik-, kommunikations- und teamfähig.»

Tatsächlich war er in der Kirchgemeinde mehrheitlich beliebt. Laut dem «Feuerthaler Anzeiger» kann ein grosser Teil der katholischen Kirchgänger die Abberufung von Guillet nicht verstehen. Auch der Glaubensmann selber spricht von einem schmerzlichen Abschied. Allerdings freut er sich auf seine neue Herausforderung in Seelisberg und Beckenried.

Kirchenratspräsident Alfred Zwyssig, dem die Vorgeschichte rund um Daniel Guillet bislang nicht bekannt war, sieht dem gelassen entgegen: «Ich habe keine Angst, dass in Seelisberg neue Probleme auftauchen.»

Sven Aregger und Philipp Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.