Flüeler «Seeröseler» brauchen nicht in die Ferne zu schweifen

Die Bewohner der «Seerose – begleitet sein im Alter» genossen den Ausflug zum Klubhaus des Ruderclubs Flüelen.

Georg Epp
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Kurz vor dem Mittagessen entstand dieses Gruppenfoto beim Klubhaus des Ruderclubs Flüelen.

Kurz vor dem Mittagessen entstand dieses Gruppenfoto beim Klubhaus des Ruderclubs Flüelen.

Bild: Georg Epp (Flüelen, 14. September 2020)

Wie so vieles in diesem ausserordentlichen Jahr sind Ausflüge und Reisen für alle mit besonderer Vorsicht anzugehen. Bei einem Ausflug mit Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeinstitutionen ist ein entsprechendes Coronaschutzkonzept noch wichtiger. Den Bewohnerinnen und Bewohnern im Flüeler Heim «Seerose – begleitet sein im Alter» wurde trotz allem eine kleine Abwechslung im Alltag geboten. Ein Ausflug, ist er auch von noch so kurzer Distanz, kann vieles bewirken und hilft, die fehlenden sozialen Kontakte und Festlichkeiten abzufedern.

Eigentlich wäre ein Ausflug in «Toni’s Zoo» nach Rothenburg geplant gewesen. Aus Gründen der zu vielen und nicht abschätzbaren Kontakte mit verschiedenen Menschen musste diese Reise abgesagt werden. Eine willkommene Alternative wurde gefunden. Im Klubhaus des Ruderclubs Flüelen wurde mit allem Drum und Dran ein Ausflug geboten, der die Herzen der Bewohner höherschlagen liess.

Schwyzerörgelikonzert zur Begrüssung

Kaum angekommen, lieferte Heimbewohner Toni Arnold («Steiriich Toni») eine Art Frühschoppenkonzert mit seinem Schwyzerörgeli. Mit Grilladen vom Küchenchef Fredy Lang und erstklassigem Risotto aus dem «Kupferkessi» der Flüeler Risottoköche Richi Arnold und Franz Zberg («Knorrli») liess sich die «Seerosenfamilie» verwöhnen. Musikalische Unterhaltung fehlte auch am Mittag nicht. Die Formation Lusser-Gamma-Renggli konnte am Tag der Kranken wegen des Lockdowns nicht aufspielen, sie zeigten sich spontan bereit, das Ständchen nachzuholen. Ein Dessert mit Glacespezialitäten und Kuchen rundete das Mittagessen ab.

28 Bewohnerinnen und Bewohner und beinahe gleich viele Betreuerinnen und Betreuer sowie freiwillige Helfer genossen gute Stimmung, herrliches Wetter, viele Gespräche und die willkommene Abwechslung im Alltag nach den Coronawochen. Selbstverständlich waren auch Schutzmasken und Desinfektionsmittel ständige Begleiter auf dem Ausflug. Die Teilnehmer waren sich einig; man muss nicht unbedingt weit reisen, um einen schönen Tag zu geniessen.