SEEUFER: Kanton plant neue Seeschüttung mit Gotthard-Aushubmaterial

Im Kanton Uri fällt in den kommenden Jahren wieder viel Aushubmaterial an. Dieses soll für eine Renaturierung der Flachwasserzonen im Urnersee genutzt werden.

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Der Unfall ist nahe Flüelen auf dem Urnersee passiert. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)

Der Unfall ist nahe Flüelen auf dem Urnersee passiert. (Bild: René Meier / Luzernerzeitung.ch)

Die Planung der zweiten Gotthard-Strassenröhre schreitet voran. Die politische Begleitkommission, welchen auch Vertreter von der Urner Regierung und den betroffenen Gemeinden angehören, hat sich am vergangenen Donnerstag in Airolo getroffen. Wie es in einer Medienmitteilung heisst, stand dabei im Zentrum, was mit dem Aushub auf der Tessiner Seite geschieht. Dieser könnte für eine Überdeckung der Autobahn bei Airolo benützt werden. Die Machbarkeit und Finanzierung wird nun geprüft.

Auch in Uri fällt in den kommenden Jahren wieder Aushubmaterial an: Einerseits durch die zweite Gotthardröhre, andererseits aber auch durch den Bau des Sisiger Tunnels der Axenstrasse. Wie mit dem Material aus der Neat und des Flüeler Tunnels sollen Seeschüttungen gemacht werden. Und zwar für eine Renaturierung der Flachwasserzonen im Urnersee. Weitere Inseln sind keine geplant. Zwischen 2000 und 2007 wurden in sieben Etappen total 3,3 Millionen Tonnen in den See geschüttet. Diesmal sollen es noch mehr sein.

Der Ball liegt nun beim Amt für Umweltschutz

Das Astra hat das Urner Amt für Umwelt damit beauftragt, dieses Seeschüttungsprojekt auszuarbeiten. Wie bei der kantonalen Begleitgruppe des Projekts zu erfahren war, wird ein erster Entwurf in den nächsten Wochen in die interne Vernehmlassung geschickt. Später wird ein übliches Plangenehmigungsverfahren durchgeführt. (zf)