SEILBAHN RIBI-WANNELEN: Die Bahn fährt jetzt schneller

Den Segen des Pfarrers hat sie bereits, die frisch sanierte Seilbahn Ribi-Wannelen in Unterschächen. Nun braucht sie aber noch denjenigen der zuständigen Behörde.

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In der knallroten Gondel auf die Alp Wannelen. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

In der knallroten Gondel auf die Alp Wannelen. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Eigentlich wollte die Seilbahn-Genossenschaft Ribi-Wannelen ihre seit Mitte März aufgrund von umfassenden Sanierungsarbeiten stillgelegte Anlage am Samstag wieder für den Personentransport freigeben. Aus diesem Vorhaben wurde aber nichts, weil ein für die Abnahme benötigter technischer Bericht nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnte.

Wann die Bahn fahren kann, ist noch nicht bekannt
Trotz dieser nicht eingeplanten Verzögerung wurde aber am Termin der Einweihungsfeier festgehalten. Im Zentrum stand dabei die Einsegnung durch Pfarrer Stefan Schmid.

Wann die Bahn nun effektiv wieder in Betrieb genommen wird, konnte Baukommissionspräsident Josef Müller noch nicht sagen – nur so viel: «Wir sind zuversichtlich, dass die Abnahme im Verlaufe der nächsten Woche erfolgen wird und wir danach wieder fahren können.»

600 Höhenmeter in sieben Minuten
Rein optisch die auffälligste Neuerung ist sicherlich die nagelneue Kabine auf der von der Talstation aus gesehen rechten Spur. Die knallrote, vier Personen Platz bietende Gondel ist geschlossen und dadurch deutlich komfortabler als die alte. Die andere Gondel ist zwar nicht neu, dafür aber umgebaut worden.

Zudem hat die Bahn einen völlig neuen Antrieb erhalten, der deutlich stärker ist. Die Geschwindigkeit ist von drei auf vier Meter pro Sekunde hochgeschraubt worden, was sich logischerweise positiv auf die Fahrzeit auswirkt. Für die Überwindung der rund 600 Meter Höhendifferenz zur Alp Wannelen werden jetzt nur noch rund sieben Minuten benötigt.

Mehr als die Hälfte von Bund, Kantonen und Korporation
Die Kosten für die Seilbahnsanierung belaufen sich laut Angaben von Müller auf rund 660'000 Franken, was leicht über dem Kostenvoranschlag liege.
Der Baukommissionspräsident geht davon aus, dass die Genossenschaft zirka 180'000 Franken selber tragen muss. Bund, Kanton und Korporation Uri steuern Subventionen in der Gesamthöhe von 370'000 Franken bei.

Urs Hanhart

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Urner Zeitung.