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Erstfelder Senioren entfliehen dem Heimalltag

Auf Wunsch der Bewohner organisieren die Mitarbeiter des Betagtenheims Spannort Ausflüge wie etwa jenen in die Göscheneralp.
Paul Gwerder
Die Bewohner des Betagtenheims hatten die Gelegenheit, Gruppenweise einen Ausflug in die Göscheneralp zu unternehmen. (Bild: PD)

Die Bewohner des Betagtenheims hatten die Gelegenheit, Gruppenweise einen Ausflug in die Göscheneralp zu unternehmen. (Bild: PD)

Mit dem Ausflug in die Göscheneralp ging für die Bewohnerinnen und Bewohner des Betagtenheims Spannort in Erstfeld ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. Bei Spätsommerwetter erlebten rund 20 Frauen und Männer einen Nachmittag abseits des Heimalltags.

Bei der Zufriedenheitsbefragung vom vergangenen Herbst wünschten sich die Bewohner des «Spannorts» mehr Ausflüge während des Jahres. Die Mitarbeiter der Aktivierung nahmen dieses Anliegen auf und boten 2019 mehrmals Aktivitäten ausserhalb des Heims an, zum Beispiel einen Ausflug, einen Theater- oder einen Restaurantbesuch.

Fahrt in die Göscheneralp weckt Erinnerungen

Der Ausflug in die Göscheneralp fand in der vergangenen Woche an drei Tagen, nämlich am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, statt. Drei Gruppen mit jeweils sieben Teilnehmern in Begleitung von ebenso vielen Pflegefachpersonen und freiwilligen Helferinnen und Helfern nahmen jeweils daran teil. Nach einem kurzen Spaziergang auf die Dammakrone des Stausees und dem obligaten Fototermin gab es für die Ausflügler ein Dessert im Bergrestaurant Dammagletscher. Am späteren Nachmittag machte sich die Gruppe auf den Heimweg.

Eine der Frauen, die am Ausflug teilnahm, war die 94-jährige Anna Indergand, die im Gurtnellerberg aufgewachsen war. «Hier kenne ich mich besonders gut aus, denn ich lebte viele Jahre mit meiner Familie im ‹Dangel› in einem Wärterhaus und heute habe ich gar keine Sehnsucht nach diesem Ort, denn es war ein schattiger Fleck», meinte sie, als die Fahrt neben ihrer alten Heimat südlich von Intschi vorbeiging. Die Göscheneralp kannte sie relativ gut, denn schon als 15-jähriges Mädchen hatte sie ihre erste Stelle als Zimmermädchen, später als Serviertochter, im Restaurant Sagi in Göschenen. «Zu dieser Zeit war ich mehrmals in der Göscheneralp und auch auf den vereinzelten Klubhütten auf Tagestouren.» Der Stausee war damals noch nicht vorhanden, denn dieser wurde erst im Jahr 1960 fertiggestellt.

Als Anna Imhof von diesem Ausflug hörte, sagte sie sofort zu. «Ich war glücklich und froh, dass ich diese Reise mit den anderen Mitbewohnerinnen miterleben durfte. Und besonders das herrliche Wetter und der Blick auf den randvollen Stausee haben mich tief beeindruckt», sagte Anna Imhof. «Ein besonderer Moment war für uns, als plötzlich genau vor unserem Bus mitten auf der Göscheneralpstrasse ein Helikopter landete und sie deswegen ein paar Minuten warten mussten», erinnerte sich Imhof. Beide Frauen waren begeistert von der Reise. Das Fazit lautete: «Wir hatten es gut auf unserem Ausflug und er wird uns in schöner Erinnerung bleiben.»

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