«SENNENTUNTSCHI»: In den Urner Bergen fliesst viel Kunstblut

Älpler schaffen eine Puppe, die lebendig wird: Regisseur Michael Steiner verfilmt die Sage «Sennentuntschi» als Mystery-Thriller. Als Kulisse dient das Schächental.

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Schauspieler Joel Basman (im Hintergrund) vor dem Dreh. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Schauspieler Joel Basman (im Hintergrund) vor dem Dreh. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Der junge Knecht rennt über Stock und Stein, als ginge es um sein Leben. Bei der Alphütte greift er keuchend nach dem Schlüssel, öffnet die Tür und tritt ein. «Cut», ruft ein Mann mit Piloten-Sonnenbrille. «Joel, öffne die Tür schneller.» Die Anweisungen kommen von Erfolgsregisseur Michael Steiner («Mein Name ist Eugen», «Grounding»). Er sitzt auf einem grossen Steinbrocken. Hier hat er das Geschehen im Überblick. Steiner verfilmt die Sage «Sennentuntschi» neu hoch oben im Schächental. In der Sage basteln Älpler eine Puppe, die plötzlich lebendig wird – die Geschichte geht nicht gut aus. Seit knapp zwei Wochen ist er mit seiner sechzigköpfigen Crew in Unterschächen einquartiert. Auf der 1960 Meter über Meer liegenden Alp Mettener Butzli befindet sich das Set.

Lange Arbeitstage
«Silence, Ruhe bitte», ruft der Regieassistent über das Set. Klappe zu, Action! Wieder rennt der Knecht in Gummistiefeln zwischen den Steinen hindurch. Diesmal sitzt die Szene.

Verkörpert wird der Junge mit der Strubbelfrisur vom 18-jährigen Shootingstar Joel Basman, der vergangenes Wochenende mit dem Schweizer Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Während dem Dreh kommt er ganz schön ins Schnaufen. «Filmen ist sehr streng», sagt er in einer Drehpause, als er gerade neu geschminkt wird. Ein Arbeitstag kann bis zu 16 Stunden dauern. Dies setzt Basman aber nicht zu. Vielmehr macht ihm die Höhe zu schaffen: «Ich bin wohl zum ersten Mal so weit oben.»

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Urner Zeitung.