Sepp Wipfli wird erneut Präsident des Vereins Lehrerinnen und Lehrer Uri

Nach einem Jahr Unterbruch steht Wipfli wieder an der Spitze des Vereins Lehrerinnen und Lehrer Uri.

Paul Gwerder
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Von links: Theres Planzer, der abtretende Franz Gehrig, Karin Arnold und der neu gewählte Präsident Sepp Wipfli. (Bild: Paul Gwerder, Altdorf, 23. September 2019)

Von links: Theres Planzer, der abtretende Franz Gehrig, Karin Arnold und der neu gewählte Präsident Sepp Wipfli. (Bild: Paul Gwerder, Altdorf, 23. September 2019)

«Vor einem Jahr habe ich nach reiflicher Überlegung als Pensionierter das Präsidium des Vereins Lehrerinnen und Lehrer Uri (LUR) für ein Übergangsjahr übernommen», erinnerte Franz Gehrig am vergangenen Montagabend an der Delegiertenversammlung des LUR im Berufs- und Weiterbildungszentrums in Altdorf. Der Grund dafür war, dass nach dem Rücktritt von Sepp Wipfli keine aktive Lehrperson sich für dieses Amt zur Verfügung stellte.

«Heute bin ich in der glücklichen Lage, mit Sepp Wipfli wieder einen Präsidenten zur Wahl vorschlagen zu können», erklärte Gehrig. Wipfli war vor einem Jahr aus dem Vorstand ausgetreten und ist nun wieder bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Dieser Entscheid wurde mit einem grossen Applaus begrüsst und Wipfli ist einstimmig wiedergewählt worden.

Theres Planzer hat sich ebenfalls entschlossen, sich nochmals für ein Jahr in die Vereinsleitung wählen zu lassen, und sie liess durchblicken, dass sie bis in einem Jahr eine Nachfolgerin habe. Dies nahmen die rund 30 Mitglieder befriedigt zur Kenntnis und Theres Planzer-Dauwalder wurde ebenfalls einstimmig wiedergewählt.

«Froh, dass die Leitung wieder komplett ist»

Nun kann Gehrig erleichtert zurücktreten. Er merkte an: «Ich bin froh, dass die Vereinsleitung nach langer Zeit wieder komplett ist, denn es wäre schade, wenn es den LUR nicht mehr gäbe – dann hätten die Lehrer keine gemeinsame Stimme mehr in der politischen Landschaft Uri.» Wie Mutationsführerin Stefanie Dal Farra sagte, konnten seit der letzten Versammlung 21 neue Mitglieder im Verein aufgenommen werden. Dagegen sind aber auch 20 Austritte zu verzeichnen. Somit zählt die Lehrervereinigung aktuell 565 Mitglieder.

Die Vereinsrechnung schloss mit einem Gewinn von 2596 Franken ab, dies bei einem Ertrag von 92'077 Franken und einem Aufwand von 89'481 Franken. Die Berichterstattungen der Stufen, Kommissionen und Arbeitsgruppen sind, wie der Jahresbericht der Vereinsleitung, den Mitgliedern schriftlich abgegeben worden. Diese wurden alle ohne eine einzige Wortmeldung einstimmig genehmigt.

Das vielfältige Jahresprogramm und das Positionspapier ist von Beatrice Gwerder vorgestellt worden. Zum LUR-/Stufenanlass erklärte sie, dass dieser in letzter Zeit sehr mager besucht worden sei. Die Delegierten waren der Meinung, dass dieser Anlass trotzdem noch mindestens einmal jährlich organisiert werden soll, da gewisse Bedürfnisse vorhanden seien.

Corsin Riedi hat den Präsidenten Franz Gehrig mit einem Geschenk verabschiedet und bemerkte dabei: «Er hat es sich redlich verdient, denn er hat die Sache mit vollem Einsatz durchgezogen». Einen Blumenstrauss erhielt auch Karin Arnold, die ebenfalls vor kurzer Zeit aus der Leitung ausgeschieden ist.

Bildungsdirektor Beat Jörg zeigte einen sehr guten Eindruck von der LUR. «Ich darf immer wieder feststellen, dass zwischen der LUR und der Bildungsdirektion eine sehr positive Zusammenarbeit gepflegt wird und ich habe die Lehrerinnen und Lehrer in dieser Zeit als engagierte und kompetente Ansprechpartner kennen gelernt».

Lehrermangel ist in Uri ein Fremdwort

Der Regierungsrat und die LUR hätten das gleiche Ziel: «Sie wollen eine gute Schule und zufriedene Lehrpersonen», so Jörg. Zum Lehrplan 21 sagte er: «Dieser ist enorm gut auf Kurs und das Schifflein wird in die richtige Richtung gelenkt». Jörg ist ausserdem erfreut, dass, im Gegensatz zu anderen Kantonen, in Uri der Lehrermangel ein Fremdwort sei. Das beweise, dass Uri über gute Schulen und treue Lehrer verfüge.