SEUCHE: Ziegenbock an Blauzungenkrankheit verendet

In einem Urner Bauernbetrieb ist ein seltener Typ der Blauzungenkrankheit aufgetreten. Dies obwohl der Bauer seine Ziegen 2008 gegen die Blauzungenkrankheit geimpft hatte.

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(Symbolbild Ruth Tischler/Neue LZ)

(Symbolbild Ruth Tischler/Neue LZ)

Freiwillig impfte er sie sogar ein zweites Mal. «Das Tier ist trotzdem erkrankt, weil es sich nicht um einen in Europa üblicherweise verbreiteten Virustyp handelte», erklärte Barbara Thür vom Institut für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe gegenüber dem UW. «Beim Fall in Uri handelt es sich mit grösster Wahrscheinlichkeit um den seltenen Typ Toggenburger Orbivirus.» Erhärtet sich der Verdacht, so handelt es sich um den ersten solchen Fall in der Innerschweiz. Zuvor war dieser Typ der Seuche im Tessin, in Graubünden und im Solothurnischen aufgetreten. Befallen werden können davon ausschliesslich Ziegen.

Die anderen Tiere auf dem Bauernbetrieb wurden ebenfalls untersucht. Bei ihnen wurden aber keine Erkrankungen festgestellt. Trotzdem ist der Betrieb aus Sicherheitsgründen gesperrt. Das heisst: «Der Landwirt darf Tiere weder zukaufen noch verkaufen. Davon ausgenommen ist das Schlachten», sagt Toni Linggi, stellvertretender Kantonstierarzt.

red