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Sexuelle Gewalt: Urner Jugendliche werden sensibilisiert

Übergriffe und sexuelle Gewalt unter Jugendlichen sind auch im Kanton Uri zunehmend Realität. Nun führt die Fachschule Kindesschutz zum ersten Mal in Uri die Präventionskampagne «ich säg was lauft!» durch.
Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen nimmt zu. (Bild: Getty)

Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen nimmt zu. (Bild: Getty)

Erziehungsberechtigte und Lehrer werden vermehrt mit Problemsituationen konfrontiert, in denen Jugendliche die gegenseitigen Grenzen nicht einhalten oder die sexuelle Integrität missachten. Verschiedene Untersuchungen weisen darauf hin, dass sexuelle Gewalt unter Jugendlichen zunimmt. Wie es in einer Mitteilung der Bildungs- und Kulturdirektion Uri (BKD) heisst, erfahren rund drei Viertel der betroffenen Schülerinnen und Schüler sexuellen Missbrauch durch ihnen bekannte Jugendliche unter 18 Jahren. Knapp 10 Prozent der Jungen und 28 Prozent der Mädchen wurden zudem schon über digitale Medien sexuell belästigt.

Kampagne richtet sich an Sekundarstufe

«Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen sind also ein ernst zu nehmendes Thema, das aber oftmals tabuisiert wird», schreibt die BKD. Prävention ist deshalb wichtig. Aus diesem Grund unterstützt die BKD die Präventionsbemühungen der Fachstelle Kindesschutz und des Schulpsychologischen Dienstes in der erstmaligen Durchführung der Kampagne «ich säg was lauft!». Die interaktive Wanderausstellung wird von sämtlichen Urner 2. und 3. Sekundarklassen zwischen dem 3. und 26. September besucht.

Gegenseitige Grenzen respektieren und Hilfe holen

Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Prävention. Die Ausstellung unterstützt Jugendliche durch eine aktive Auseinandersetzung dabei, sich unter Gleichaltrigen, in Beziehungen und bei Trennungen achtsam und respektvoll zu verhalten. Konkret werden folgende Aspekte als bedeutende Präventionsfaktoren thematisiert: Sich selber treu bleiben, eigene Gefühle und Bedürfnisse ernst nehmen, Rechte und Pflichten kennen, verantwortungsbewusst handeln, gegenseitige Grenzen respektieren und Hilfe holen.

Laut der BKD würde die Ausstellung zudem auch bei Lehrern und Eltern zur Sensibilisierung gegenüber sexueller Gewalt unter Jugendlichen beitragen. Entwickelt wurde die Ausstellung gemeinsam vom Didaktischen Zentrum Rapperswil-Jona, dem Kindeschutzzentrum St. Gallen und dem Amt für Soziales des Kantons St. Gallen. Die Ausstellung wird erstmals in der Zentralschweiz durchgeführt. (red)

Zum Thema finden zwei Elternabende statt, und zwar am 3. und 12. September, jeweils um 20 Uhr im Prüfungssaal der Kantonalen Mittelschule Uri in Altdorf.

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