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Sich Zeit nehmen für Kranke – und die eigene Gesundheit

Zum Tag der Kranken
Barbara Bär, Gesundheitsdirektorin
Die Urner Regierungsrätin Barbara Bär. (Bild: Anian Heierlin, 27.02.2015)

Die Urner Regierungsrätin Barbara Bär. (Bild: Anian Heierlin, 27.02.2015)

Jede und jeder von uns war schon einmal krank und weiss, wie es ist, sich schlapp und leidend zu fühlen. Für Tätigkeiten, die sonst rasch von der Hand gehen, braucht es plötzlich viel mehr Zeit. Und auch die Genesung dauert immer eine gewisse Zeit. Der Tag der Kranken 2018 widmet sich daher dem Thema «Zeit». Zu diesem Anlass soll die Bevölkerung sensibilisiert werden, dass kranke und beeinträchtigte Menschen Zeit brauchen und dass sich jede und jeder von uns Zeit für die eigene Gesundheit nimmt.

Die Genesung braucht Zeit. Im Alltag unterscheiden wir oft nur das «Kranksein» und das «Gesundsein». Dabei geht vergessen, dass es auch eine Zeit dazwischen gibt, die Rekonvaleszenz oder Genesung.

Eine Faustregel besagt, dass zur Dauer der akuten Krankheitsphase noch einmal dieselbe Zeit für die Genesung hinzukommt. Jeder Mensch braucht unterschiedlich viel Zeit für die einzelnen Gesundungsschritte. Sich bewusst Zeit zu nehmen für die Genesung ist ein wichtiger Schritt. Dies bedingt aber, dass das Umfeld und wir als Gesellschaft das geänderte Tempo und Pausen auch akzeptieren und unterstützen. Es braucht Zeit, um wieder in der Arbeit Fuss zu fassen. Die dazu notwendige Geduld fehlt uns oft in der heutigen, leistungsorientierten Zeit.

Zeit für kranke Menschen: Es ist für die Genesung sehr wichtig, dass die Fachpersonen genügend Zeit zur Verfügung haben, um die Bedürfnisse ihrer Patientinnen und Patienten erkennen und verstehen zu können. Gerade bei Demenz­patientinnen und -patienten weiss man, dass die individuelle Betreuung relativ viel Zeit beansprucht. Es zeigt sich aber auch, dass sich dieser Aufwand lohnt. Denn je mehr Zeit für Demenzpatientinnen und -patienten aufgewendet wird, desto ruhiger und zufriedener werden sie. Auch bei psychischen Krankheiten oder wenn Kinder krank sind, sollte genügend Zeit vorhanden sein, um die Patientinnen und Patienten, respektive die Kinder und deren Eltern gut zu begleiten. Bei einer chronischen Krankheit braucht es Zeit, um die damit verbundenen Lebensveränderungen anzunehmen. Es braucht manchmal auch Zeit für die Trauerarbeit, aber auch Zeit, um sich an vergangene Zeiten zu erinnern.

Vorbeugen ist besser als Heilen. Viele der heute verbreiteten Krankheiten – auch Volkskrankheiten genannt – lassen sich vermeiden. Der Naturheilkundler Sebastian Kneipp hat es so formuliert: «Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen.» Wir alle sollten uns Zeit nehmen für unsere Gesundheit – auch wenn wir gesund sind; Zeit nehmen für Bewegung, gesunde Ernährung, aber auch zum Abschalten und Entspannen. Im Alltag vergessen wir dies oft. Darum sollten wir uns bewusst Zeitinseln für die eigene Gesundheit und unser Wohlbefinden schaffen. Gerade der Tag der Kranken ist ein guter Anlass, wieder mehr Zeit in unsere Gesundheit zu investieren. Wir sollten vermehrt Momente finden, um bewusst für unsere Gesundheit zu sorgen.

Der Tag der Kranken ist für uns auch immer eine gute Gelegenheit, um Danke zu sagen. Unser Dank gilt all jenen, die sich täglich Zeit nehmen und sich für kranke und beeinträchtigte Menschen einsetzen. Allen Patientinnen und Patienten wünsche ich viele schöne Begegnungen, Zuversicht und vor allem, dass Sie bald wieder gesund werden.

Barbara Bär, Gesundheitsdirektorin

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