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SICHERHEIT: Schweizer Bürger zählen auf die Armee

An der Generalversammlung der Offiziersgesellschaft Uri war der Chef des Nachrichtendienstes des Bundes, Markus Seiler, zu Gast. Er referierte zur Bedrohungslage in Europa und der Schweiz durch den Terrorismus.
Der Präsident der OG Uri, Diego Bundi (links), dankt Markus Seiler für das spannende Referat. Bild: Paul Gwerder (Schattdorf, 18. November 2016)

Der Präsident der OG Uri, Diego Bundi (links), dankt Markus Seiler für das spannende Referat. Bild: Paul Gwerder (Schattdorf, 18. November 2016)

Hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Armee sowie die Mitglieder der Offiziersgesellschaft (OG) Uri wurden am vergangenen Freitag in der Stiftung Behindertenbetriebe Uri durch die Sechsermusik Bürglen musikalisch empfangen. Speziell begrüsste Diego Bundi, Präsident der OG Uri, Landratspräsidentin Frieda Steffen, Landammann Beat Jörg und Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti.

Anlässlich der Generalversammlung der Offiziersgessellschaft Uri zeigte sich Diego Bundi erfreut, dass im September das Schweizer Stimmvolk das neue Nachrichtengesetz angenommen hatte. Er meinte: «Wir sind bereit, ein bisschen persönliche Freiheit gegen mehr Sicherheit einzutauschen.» Weiter warf Bundi die Frage in die Runde: «Sind Terroranschläge tatsächlich eine Bedrohung für die Schweiz oder eher die Flüchtlingsströme, welche immer mehr Probleme bereiten»?

Maximale Sicherheit bei minimaler Sichtbarkeit

Am 1. Juni waren alle Blicke auf die Eröffnung des Neat-Basistunnels gerichtet. Wie so mancher Grossanlass in der Schweiz wäre auch dieser ohne die Armee nicht durchzuführen gewesen, meint Diego Bundi. So habe das Motto gelautet: «Maximale Sicherheit bei minimaler Sichtbarkeit.» Dank ihrer Kompetenz, ihres Einsatzes und einmal mehr ihrer Nähe zur Bevölkerung geniesse die Schweizer Armee das Vertrauen der Bevölkerung. «Die Bürger wissen genau, was sie an ihrer Armee haben und dass sie in der Not auf deren Hilfe zählen können», betonte Bundi.

Drei Ereignisse erschütterten in diesem Jahr die Luftwaffe, denn am 9. Juni stürzte ein Tiger der Patrouille Suisse in den Niederlanden ab. Dort konnte sich der Pilot glücklicherweise mit dem Schleudersitz retten. Am 29. August zerschellte eine F/A-18 an einer Bergflanke im Susten­gebiet, wo der Pilot ums Leben kam, und am 29. September verloren zwei Heli-Piloten beim Absturz eines Super-Pumas auf dem Gotthard ihr Leben. Erfreulicher waren dagegen die zahlreichen kameradschaftlichen Anlässe: der Besuch im Kommando Swissint in Stans, der Besuch der Altdorfer Tellspiele oder die Teilnahmen an einigen Veranstaltungen der Nachbar­offiziersgesellschaften.

Marco Gerig neu im Vorstand

Leutnant Cornelia Gut, die seit 2008 als Kassiererin im Vorstand ist, hat ihren Rücktritt eingereicht. Neu als Kassier im Vorstand gewonnen werden konnte Marco Gerig, Mayor aus Altdorf. Für zwei weitere Jahre bestätigt wurden Diego Bundi (Präsident), Lukas Richli (Sekretär) und die beiden Beisitzer Hubert Lussmann und Hubert Herger. Ferner gehören dem Vorstand noch Vizepräsident Pascal Arnold und Jürg Janett an. Die Jahresrechnung schloss mit einem Überschuss von 2661 Franken, dies bei Einnahmen von 18653 Franken. Es gab auch fünf Austritte aus der OG Uri. Diese konnten mit den folgenden fünf neuen Mitgliedern kompensiert werden: David Schuler, Marco Wipfli, Fabio Müller, Dario Zwyer und Joel Gamma.

Bedürfnis nach mehr Sicherheit wächst

Landammann Beat Jörg meinte zum Thema Sicherheit, dass beim Volk das Bedürfnis nach mehr Sicherheit wachse, weil auch die politische Unsicherheit in Europa gross sei. Der Präsident der Schweizer Offiziersgesellschaft, Stefan Holenstein, sagte: «Jetzt geht es nach der Weiterentwicklung der Armee an die Umsetzung. Grosse Sorgen bereiten mir dagegen die neuen Beschaffungsprojekte. Die Zeit drängt, denn durch die Flüchtlingsströme ist eine unsichere Lage entstanden.»

Der Chef des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB), Markus Seiler, referierte nach der GV zum Thema «Was bedroht die Schweiz?». Die vielen Terror­anschläge in den Nachbarstaaten in den letzten drei Jahren würden zu denken geben, denn viele der Terroristen hätten einen Bezug zur Schweiz gehabt, auch wenn sie teilweise die Schweiz nur als Reiseweg benutzten. Früher sei der Terrorismus weit weg gewesen, dies habe sich stark verändert, ergänzt Markus Seiler. «Wir sind bedroht durch Menschen, die der Schweiz schaden wollen», sagte Seiler. «Jeden Tag gibt es über 100 Meldungen, die es zu prüfen gilt.»Der Nachrichtendienst habe primär nun die Aufgabe, Anschläge zu verhindern und herauszufinden, welche Leute der Schweiz gefährlich werden könnten. «Für uns ist jede Bedrohung, die nicht eintrifft, ein Erfolg, denn sonst haben wir unseren Job nicht richtig gemacht», sagte Seiler abschliessend.

Paul Gwerder

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