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Sie reden über Gott und die Welt

An der «Uri 18» treffen zwei Persönlichkeiten aufeinander, deren Alltag unterschiedlicher kaum sein könnte. Und doch gibt es Parallelen zwischen Landratspräsident Peter Tresch und Äbtissin Imelda Zehnder.
Bruno Arnold
Landratspräsident Peter Tresch aus Göschenen amtiert bis im Juni 2019 als höchster Urner. (Bild: Archiv UZ)

Landratspräsident Peter Tresch aus Göschenen amtiert bis im Juni 2019 als höchster Urner. (Bild: Archiv UZ)

Peter Tresch ist gegenwärtig ein äusserst gefragter Mann und viel unterwegs. Der FDP-Politiker aus Göschenen amtiert als Landratspräsident und ist bis im Juni 2019 der höchste Urner. Bis zu 100 Einladungen wird der 57-jährige FDP-Vertreter während seines Amtsjahrs Folge leisten und dabei Reden zu Anlässen der unterschiedlichsten Art und auch an unterschiedlichsten Orten halten.

Einen kleinen Teil der Repräsentationspflichten hat Tresch bereits erfüllt und dabei bereits eine Vielfalt von Themenbereichen erlebt, aber auch neue Kontakte knüpfen können. Die Palette reichte von den Lehrabschlussfeiern im Theater Uri über ein Konzert im Rahmen der Andermatt Swiss Alps Classics in Andermatt und die Eröffnung der Via Urschweiz in Isenthal, bis hin zur Teilnahme an den Orientierungstagen der Urner Stellungspflichtigen im Zivilschutzzentrum Krump in Erstfeld, am 100-Jahr-Jubiläum des SAC Lucendro in Andermatt oder am Spatenstich für die Sanierung des Furka-Basistunnels in Realp.

Den höchsten Gipfel bereits bestiegen

Der Aufstieg ist ein ständiger Begleiter von Peter Tresch. Seit Juni 2008 sitzt der ehemalige SVP- und heutige FDP-Mann im Urner Landrat. Er war unter anderem Mitglied der Justizkommission sowie Präsident der Gesundheits- und später der Baukommission. Nicht nur politisch ging es stetig bergauf, sondern auch beruflich. Der gelernte Mechaniker ist heute Leiter des Kraftwerks Göschenen. Er führt ein Team von 18 Mitarbeitern. Auch in seinen Vereinstätigkeiten suchte Tresch immer wieder die leitende Position. So ist er aktuell Präsident des SC Göschenen. Am 20. Juni hat er seine bisher wohl kräftezehrendste Tour angetreten und gleichzeitig den höchsten Gipfel bestiegen: Er präsidiert ein Jahr lang das Urner Kantonsparlament.

Sie wirkt fernab der Öffentlichkeit

Schwester Imelda Zehnder wurde am 17. Januar 2014 zur Äbtissin des Frauenklosters St. Lazarus in Seedorf UR gewählt. (Bild: Bruno Arnold, Seedorf, 22. Januar 2014)

Schwester Imelda Zehnder wurde am 17. Januar 2014 zur Äbtissin des Frauenklosters St. Lazarus in Seedorf UR gewählt. (Bild: Bruno Arnold, Seedorf, 22. Januar 2014)

Die höchste Urnerin ist sie nicht, aber in die Höhe geht es auch bei ihr immer wieder – vor allem während der zwei Wochen Ferien, die sie pro Jahr im Sommer geniessen darf. Vier Viertausender im Wallis hat sie bereits bestiegen, und auch beruflich hat sie den Aufstieg auf den Gipfel geschafft. Die Rede ist von Schwester Imelda Zehnder. Die 52-jährige Thurgauerin ist Äbtissin des Benediktinerinnenklosters St. Lazarus in Seedorf. Während Peter Tresch während seines Amtsjahrs als höchster Urner von einer Festivität zur andern eilt, dauernd auf Achse und ständig unter unzähligen Leuten ist, leistet Äbtissin Imelda ihre Arbeit eher unbemerkt von der Öffentlichkeit. Dies geschieht still und leise nach ihrem Wahlspruch «Auf ihn sollt ihr hören» (LK 9, 35).

Ihr Tag im Kloster beginnt um 5.30 Uhr. Bis zum Abend wechseln sich Gebet und Phasen ab, in denen körperlich gearbeitet wird. Die acht Benediktinerinnen gehen nicht hinaus, um im Dorf zu wirken. Das Dorf kommt zu ihnen ins Kloster: zur heiligen Messe, zum Gespräch, zur Suche nach Rat, zur Begegnung beim jährlichen Treffen der Freunde und Gönner des Klosters St. Lazarus etwa. In der barocken Klosterkirche liegt ein Buch auf, in dem Menschen auf Dutzenden von Seiten Gebetsanliegen deponieren. Längst gehen Bitten auch per Mail ein.

Unterschiedlicher Werdegang als Thema

Am Samstag, 8. September, verlässt Äbtissin Imelda Zehnder das Kloster für ein paar wenige Stunden und mischt sich unter das Volk. Die Klostervorsteherin trifft den höchsten Urner Politiker – auf der Bühne Piazza anlässlich der «Uri 18». Im Gespräch, das von Bruno Arnold, Redaktionsleiter «Urner Zeitung», moderiert wird, erzählen Peter Tresch und Äbtissin Imelda Zehnder, was sie trotz ihrer unterschiedlichen Aufgaben verbindet. Sie reden im wahrsten Sinne des Wortes über Gott und die Welt, so etwa über ihren persönlichen Werdegang und Aufstieg, über ihre tägliche Arbeit, aber auch über ihre Wünsche und Ziele. Und sie erklären, wie sie die Zukunft sehen, für die Politik im Urnerland, aber auch für das klösterliche Leben in Seedorf.

Hinweis: Die Veranstaltung «Im Gespräch» findet am Samstag, 8. September, 14 Uhr, im Rahmen der «Uri 18» auf der Bühne Piazza statt.

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