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Rollhockey: Zwei Urner vertreten die Schweiz an der EM

Zwei Urner Nachwuchsspieler bestreiten heute Abend gegen Spanien das erste Spiel an den U-20-Europameisterschaften. Während Marc Blöchlinger den Gegner mit seinen Paraden zur Verzweiflung bringen will, geht Remo Schuler auf Torejagd.
Philipp Zurfluh
Am Montagabend gilt es ernst: Marc Blöchlinger (links) und Remo Schuler stehen zum ersten Mal im Einsatz. (Bild: Philipp Zurfluh, Seedorf, 12. September 2018)

Am Montagabend gilt es ernst: Marc Blöchlinger (links) und Remo Schuler stehen zum ersten Mal im Einsatz. (Bild: Philipp Zurfluh, Seedorf, 12. September 2018)

Dass die Nachwuchsarbeit beim Rollhockeyclub Uri (RHC Uri) Früchte trägt, ist schon längst kein Geheimnis mehr. Die vorbildliche Förderung von jungen Spielern macht sich seit Jahren bezahlt. So durften schon einige RHC Uri-Spielerinnen und -Spieler an Europa- oder Weltmeisterschaften teilnehmen. In den Genuss einer Teilnahme mit der U-20-Nationalmannschaft an der diesjährigen EM in Viana do Castelo, Portugal, kommen der 18-jährige Marc Blöchlinger und der 17-jährige Remo Schuler.

Trotz ihres jungen Alters ist es für beide nicht das erste Mal, dass sie sich auf internationaler Bühne beweisen dürfen. So hat der Altdorfer Marc Blöchlinger im Dress der Schweizer Nationalmannschaft schon über 30 Pflichtspiele absolviert. Erstaunlich: Für den Torhüter ist es bereits die vierte EM-Teilnahme. «Obwohl eine EM für mich kein Neuland bedeutet, ist die Vorfreude riesengross. Wir brennen darauf, uns mit den besten europäischen Teams zu messen», sagt Blöchlinger einige Tage vor dem Grossanlass gegenüber unserer Zeitung.

EM-Aufgebot kam für Remo Schuler unerwartet

Auch der Seedorfer Remo Schuler kennt das Gefühl, gegen Nachwuchstalente aus anderen Nationen zu spielen. 2017 stand er schon im Rampenlicht und war Teil der U-17-Nati bei der EM in Italien. «Diese Erfahrung wird mir in Portugal das nötige Selbstvertrauen geben», ist er überzeugt. Für Remo Schuler kam das Aufgebot für die Nationalmannschaft eher überraschend: «Es erfüllt mich mit Stolz die Schweizer Farben in Portugal zu vertreten», meint der Lehrling für Maschinenbautechnik.

Marc Blöchlinger wurde bereits als kleiner Knirps vom Fieber für die dynamische Sportart gepackt. In den Anfängen versuchte er sich noch als Spieler, doch schon bald stellte sich heraus, dass er als Torwart eine gute Falle machte. Seitdem lehrt er den gegnerischen Stürmer das Fürchten. «Die Goalie-Position ist speziell. Man hat eine grosse Verantwortung im Team», sagt der angehende Detailhandelsfachmann. «Man braucht schnelle Reflexe und darf nie Angst vor dem Ball haben.» Auch das Positionsspiel sei äusserst wichtig und könne in entscheidenden Situationen den Unterschied ausmachen. Obwohl der Torwart während des Spiels meistens am Boden kniet, sei eine gute Technik auf Rollschuhen unabdingbar.

Im Rahmen eines Austauschjahres war Marc Blöchlinger ein Jahr lang in Genf und hat dort für den gleichnamigen Rollhockeyclub in der Nationalliga A gespielt. «Ich konnte damals viele Erfahrungen sammeln, die mich sportlich weitergebracht haben», erklärt er. Dass er durch den Aufenthalt in der Romandie noch zusätzlich seine französischen Sprachkenntnisse aufbessern konnte, sei ein guter Nebeneffekt gewesen, sagt er und lacht.

Blöchlinger und Schuler haben den Schweizer Meistertitel im Visier

An der EM vom 17. bis 22. September sind insgesamt sechs Teams vertreten. Das Programm der Schweiz hat es in sich: Die Nati trifft innerhalb von fünf Tagen nacheinander auf Spanien, Italien, Deutschland, Portugal und England. Die vier Erstplatzierten qualifizieren sich für die Halbfinals. «Spanien und Portugal zählen zu den Favoriten. Wir wollen unter die ersten vier. Gelingt uns das, wäre dies als riesengrosser Erfolg zu werten», sagt Remo Schuler. Sein Teamkollege ergänzt: «Wir sind eine verschworene Einheit. Gelingt es uns, das Potenzial abzurufen, können wir über uns hinauswachsen.»

Auch mit dem RHC Uri haben sie diese Saison Grosses vor. Sie wollen mit der U-20-Mannschaft den Schweizer Meistertitel holen. Gelingt das, sind ihnen weitere Aufgebote für die Schweizer Nationalmannschaft gewiss.

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