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Sie zeigen ihre Liebe zu Uri gleich mehrfach

Der Liebe zu einem Deutschen wegen zog Margrit Acker vor 43 Jahren in den «grossen Kanton». Die Liebe zum Kanton Uri ist aber geblieben und hat inzwischen auch ihren Mann Klaus Peter, die gemeinsamen Kinder und ihr Auto vollends erfasst.
Carmen Epp
Margrit und Klaus Peter Acker vor ihrem Auto mit Uristier-Aufkleber und dem Kennzeichen «BB UR 6468». (Bild: Carmen Epp (Altdorf, 9. Oktober 2018))

Margrit und Klaus Peter Acker vor ihrem Auto mit Uristier-Aufkleber und dem Kennzeichen «BB UR 6468». (Bild: Carmen Epp (Altdorf, 9. Oktober 2018))

15 Kilometer südwestlich von Stuttgart, in Sindelfingen, wo die beiden wohnen, fällt das Nummernschild am Auto von Margrit und Klaus Peter Acker kaum auf. Abgesehen von den zwei Buchstaben des Landkreises – in ihrem Fall «BB» für Böblingen – die am Anfang stehen, ist der Rest des Nummernschildes in Deutschland frei wählbar.

Im Kanton Uri hingegen sorgt das Heck von Ackers Auto für mehr Aufsehen: Nach dem «BB» folgen nämlich die Buchstaben «UR» und schliesslich die Zahlen 6468. Für sich alleine genommen könnte die Nummern-Zahlen-Kombination auch Zufall sein. Spätestens aber das Schweizer und das Urner Wappen an der Heckscheibe machen deutlich: Hier will jemand seine Verbundenheit ausdrücken – zu Uri im Allgemeinen und Attinghausen im Besonderen.

Altdorferin lebt seit 1975 im Exil

Unsere Zeitung hat die Halter von «BB UR 6468» ausfindig gemacht – und ist dabei auf ein Paar gestossen, das seine Liebe zum Kanton Uri seit mehreren Jahrzehnten auf der Zunge und auf dem Auto trägt.

Margrit Acker, ledig Zgraggen, ist in Altdorf aufgewachsen, ihr Heimatort ist Attinghausen – daher die «6468». 1975 zog sie der Liebe wegen nach Deutschland, wo sie mit ihrem Mann Klaus Peter Acker eine Familie gründete und eine neue Heimat fand. Ihre Wurzeln in den Kanton Uri aber blieben stark – und wurden stets gepflegt. Mehrmals pro Jahr verbrachte und verbringt das Ehepaar noch immer ein paar Tage in Uri: Das Austrommeln an der Fasnacht und der 1. August sind feste Termine im Kalender des Paares.

Sie würden längst nicht mehr nur ihretwegen immer wieder zurückkehren, sagt Margrit Acker. «Auch mein Mann ist schnell zum richtigen Uri-Fan geworden. Alles, was es über Uri zu lesen gibt, hat er gelesen», sagt Margrit Acker. Und auch ihre zwei gemeinsamen Kinder, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, hätten eine tiefe Beziehung zur Heimat ihrer Mutter. «Meine Tochter hat sogar im Schloss A Pro geheiratet. Das war sensationell», schwärmt Margrit Acker. Und die beiden Enkelkinder sind bereits Bürger von Attinghausen.

«Als Rentner wollten wir zurückkehren»

Wenn Margrit Acker den Kanton Uri so vermisst und ihr Mann ebenso angetan ist, wieso kehrt das Paar nicht gemeinsam zurück? «Das war ursprünglich unser Plan», verrät Klaus Peter Acker. «Als Rentner wollten wir zurückkehren nach Altdorf.» Doch daraus wurde nichts. Der Grund: Die Familie, ihre zwei Kinder und die Enkel, haben längst in Deutschland Wurzeln geschlagen, dort eine zweite Heimat gefunden. Während nach dem Tod von Margrit Ackers Mutter nur noch ihr Bruder im Kanton Uri lebt.

So pendelt das Paar mehrmals pro Jahr zwischen Altdorf und Sindelfingen hin und her und nimmt dafür die 284 Kilometer und 3,5 Stunden Fahrzeit pro Weg gerne in Kauf.

Zur Serie: «Dr Schtiär am Fitlä»

Wenn Urner ihre Heimat verlassen, müssen sie das Kennzeichen ihres Autos gegen das ihres neuen Wohnortes eintauschen. Das fällt einigen so schwer, dass sie den fehlenden Stier in der Autonummer mit einem Aufkleber am Autoheck ersetzen. Wie fährt es sich mit dem Uristier-Aufkleber? Und was vermissen sie am meisten an ihrer Heimat? Unsere Zeitung hat Leute mit dem «Schtiär am Fitlä» aufgespürt und porträtiert sie in loser Reihenfolge. (eca)

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