SILENEN: Tolle Sicht für die Gipfelstürmer

Der Verkehrsverein Amsteg-Bristen-Maderanertal lud zu einer Tour der besonderen Art ein. Ziel war die unbekannteste Ecke der Gemeinde: der Hüfigletscher.

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Die grosse Anstrengung hat sich gelohnt. Die Teilnehmer der Gletschertour des Verkehrsvereins haben sich auf dem Schärhorn zum Gipfelbild versammelt. (Bild pd)

Die grosse Anstrengung hat sich gelohnt. Die Teilnehmer der Gletschertour des Verkehrsvereins haben sich auf dem Schärhorn zum Gipfelbild versammelt. (Bild pd)

Ein grosser Teil des Hüfigletschers, dem drittgrössten Gletscher der Schweiz, mit den grössten Windkesseln Europas liegt auf dem Gemeindegebiet von Silenen. Daher wurde an der Tour des Verkehrsvereins mit rund dreissig Personen gerechnet und entsprechend Plätze auf der Planurahütte reserviert. In kurzer Zeit war die Gletscher-Tour Hüfi restlos ausgebucht.

Trotz zweier Kafi wurde das Wetter nicht besser
Die Wetterprognosen sagten Gutes voraus, und so konnte die Reise bereits um 5 Uhr beginnen. Pünktlich konnten die Teilnehmer mit zwei Kleinbussen die Tour Richtung Klausenpass in Angriff nehmen. Je mehr man sich der Passhöhe näherte, desto intensiver fing es an zu regnen.

Die Tourengruppe nützte die Gelegenheit, bei Cornelia Epp auf dem Klausenpass einzukehren. Als sich nach dem zweiten Kaffee die Regenwolken nicht verziehen wollten, übernahmen die beiden Bergführer Ernst und Hans Jauch das Zepter. Nun gings los, bergan, Richtung Chammlijoch. Der Regen wurde vom Schneefall abgelöst und zusammen mit Windböen und dichtem Nebel wurde es richtig «umegig»!

Als die zwei Seilschaften endlich Gletscher unter den Füssen hatten, lichtete sich der Nebel ein wenig. Auf dem Chammlijoch war jedoch klar, dass man direkt über den Hüfigletscher zur Planurahütte queren würde und nicht die Überschreitung des Chlariden noch einbauen konnte. Langsam setzten sich die Sonnenstrahlen durch, und die majestätisch über dem Gletscher thronende Planurahütte wurde immer grösser. Von der Hüttenwartin Dodo und ihrer Crew wurden alle begrüsst. Langsam gab der Nebel einen Berggipfel nach dem andern frei.

Um 8 Uhr bereits auf dem Gipfel des Schärhorns
«Ufstoh! Äs isch vieri!» Bald herrschte hektisches Treiben. Schnell einen Blick nach draussen. Welch herrlicher Tag sich da bereitmachte! Topmotiviert und angeseilt verabschiedete man sich bei der Hüttenwartin noch bei Dunkelheit. Der über Nacht gefrorene Neuschnee schaffte ideale Bedingungen, um rasch über den Gletscher marschieren zu können. Langsam erwachte der Tag und die Sonne begrüsste die Frühaufsteher, als man den Fuss des Schärhorns erreichte.

Bereits um 8 Uhr erreichte man den Gipfel des Schärhorns. Welch ein Ausblick! Das Panorama war einfach grandios. In den Tälern lag noch Schatten, als die obligatorischen Gipfelfotos geschossen wurden und sich alle im Gipfelbuch verewigten. Von nun an gings nur noch bergab. Auf dem Gletscherplateau entdeckte man Seilschaften, die ebenfalls dem gleichen Tagesziel entgegenstiegen.

Schon vor dem Mittag erreichten alle wohlbehalten die Hüfihütte. Auf der Sonnenterrasse bei Hüttenwart Paul Spiess stärkten sich alle nochmals für den langen, in die Beine gehenden Schlussabstieg ins Maderanertal.

Damian Herger, Präsident des Verkehrsvereins Amsteg-Bristen-Maderanertal.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.