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SILENEN: Wanderweg bleibt vorläufig gesperrt

Von den Pfaffentürmen sind rund 1000 Kubikmeter Fels ins Öfital gestürzt. Das Gebiet gilt als «sehr stark steinschlaggefährdet».
Der Felsabbruch oberhalb von Silenen wurde von einer riesigen Staubwolke begleitet. (Bild: Willy Lussmann (Silenen, 30. Mai 2017))

Der Felsabbruch oberhalb von Silenen wurde von einer riesigen Staubwolke begleitet. (Bild: Willy Lussmann (Silenen, 30. Mai 2017))

Am Dienstag, kurz vor 6 Uhr, stürzten aus dem Gebiet Pfaffentürme (zirka 1600 Meter über Meer) rund 1000 Kubikmeter Gestein Richtung Öfital. «Ich hörte einen gewaltigen ‹Chlapf› und bemerkte in der Folge eine riesige Staubwolke», schilderte ein Silener seine Beobachtungen. «In diesem Gebiet rumpelt es zwar immer wieder, aber selten so stark.»

Mitarbeiter der Sicherheitsdirektion, der Baudirektion Uri und Vertreter der Gemeinde Silenen haben kurz vor Mittag bei einem Helikopterflug die Situation vor Ort begutachtet. Sie konnten in der Folge Entwarnung geben: Aufgrund der riesigen Staubentwicklung dürfte das Ganze viel schlimmer ausgesehen haben, als es effektiv war.

Wanderweg auf rund 100 Metern verschüttet

«Der Wald ist nur leicht, das Kulturland gar nicht zu Schaden gekommen», erklärte Lukas Eggimann, Leiter Abteilung Naturgefahren beim Amt für Forst und Jagd, gestern auf Anfrage. «Allerdings wurde der Wanderweg Chilcherberge–Strengmatt, der durch das dortige Öfital führt, auf einer Länge von zirka 100 Metern verschüttet. Er bleibt vorläufig gesperrt. Insbesondere bei Regen oder Gewittern besteht die Gefahr, dass loses, abgelagertes Material nachbrechen kann», so Eggimann. Nach erfolgter Räumung sollen entsprechende Signalisationen angebracht werden, die auf die erhöhte Steinschlaggefahr in diesem Gebiet hinweisen. «Eine dauerhafte Sperrung des Wegs ist aber nicht notwendig», betonte Eggimann gestern.

Immer wieder Felsabbrüche

Das Gebiet Chli Windgällen–Pfaffentürme wird von Fachleuten als «sehr stark steinschlaggefährdet» eingestuft. «Der Felsen bewegt sich dort jährlich im Millimeter- bis Zentimeterbereich, und es werden immer wieder Felsabbrüche registriert», erklärt Eggimann. «Die Ursache für die dort immer wieder auftretenden Steinschlag- und Felssturzereignisse liegt im Wesentlichen in dieser grossräumigen Bewegung, durch welche der Felsuntergrund aufgelockert wird.» (bar)

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