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SILENEN: Zwei Grossprojekte befürwortet

Die Erschliessungsstrasse zum Hotel Maderanertal kann ab Mai für rund 500000 Franken saniert und teilweise neu angelegt werden. 2019 soll das Waldreservat Sellenen-Etzlital Tatsache sein.
Robi Kuster
Von links: Verwalter Simon Epp, Vizepräsident René Jauch und Präsident Beat Tresch werden auch in der Amtsperiode 2019/20 im Korporationsbürgerrat Silenen tätig sein. (Bild: Robi Kuster (Silenen, 21. März 2018))

Von links: Verwalter Simon Epp, Vizepräsident René Jauch und Präsident Beat Tresch werden auch in der Amtsperiode 2019/20 im Korporationsbürgerrat Silenen tätig sein. (Bild: Robi Kuster (Silenen, 21. März 2018))

Robi Kuster

redaktion@urnerzeitung.ch

Am Mittwoch, 21. März, fanden sich über 80 Silener Bürger unter dem Vorsitz von Präsident Beat Tresch zur Frühjahrsversammlung der Korporationsbürgergemeinde in der Aula des Schulhauses Silenen ein. Hauptgrund für den Grossaufmarsch dürften vor allem zwei Geschäfte gewesen sein: die Erschliessungsstrasse zum Hotel Maderanertal und das Waldreservat Sellenen–Etzlital.

Die Erschliessungsstrasse vom Balmenschachen zum Hotel Maderanertal soll 2018 für rund 500 000 Franken saniert und ausgebaut werden und eine neue Trägerschaft erhalten. Nötig ist dies aus verschiedenen Gründen: Die Strasse ist zu wenig breit, viele wertvolle Trockenmauern zerfallen und einzelne Teilstücke sind zu steil.

Finanzierung ist (fast) gesichert

Bei der Vorstellung des Projekts zeigten sich die Verantwortlichen am vergangenen Mittwoch sehr optimistisch, da es bezüglich Finanzierung gut aussieht und da der künftige Unterhalt geregelt ist. Beiträge von rund 300000 Franken sind zugesichert, zudem gibt es bereits auch mehrere Absichtserklärungen. Die Bürgergemeinde übernimmt das Werkeigentum der Strasse. Eigentümerin bleibt die Korporation Uri. Die Sanierung und die teilweise Verlegung des steilsten Abschnittes sollen vom Mai bis im Dezember 2018 dauern. Das letzte Wegstück vor dem Hotel ist nicht betroffen. Die Korporationsbürger sagten ja zum Projekt, das auch touristisch als Naturerlebnis und für die Alpwirtschaft bedeutend sein wird. Der anwesende Gemeindepräsident Hermann Epp lobte das Gemeinschaftswerk. Die Korporationsbürgergemeinde beteiligt sich an der Finanzierung mit 25000 Franken.

Hoher Naturwert mit Waldreservat

Dass es auch zum Projekt Waldreservat Sellenen–Etzlital keine Einwände gab, hatte verschiedene Gründe. Einerseits wurde rechtzeitig gehandelt, und anderseits gibt es beim Waldreservat ohnehin nur Gewinner. Voraussetzungen für ein Reservat sind die fehlende Schutzfunktion des Waldes, eine schlechte Erschliessung sowie eine aufwändige und unrentable Bewirtschaftung. Bereits im Juni 2017 fand eine Begehung mit Korporation, Gemeinde und Anstösser statt. Im November wurde in Bristen ausführlich orientiert, und im Januar erhielt der Bürgerrat den Entwurf mit den Rahmenbedingungen. Schutz und Biodiversität haben oberste Priorität. Der Bund verlange ohnehin 10 Prozent Waldausscheidung mit hohem Naturwert, wurde erklärt. Das vorge­sehene Reservat umfasst 248 Hektaren Waldfläche und hat Vorteile für die Alpwirtschaft im Etzlital. Weiter wurde erklärt, dass kein Betretungsverbot bestehe und das Gebiet ausserhalb des Waldes von Älplern, Jägern oder Pilzsammlern weiterhin genützt werden könne. Die Entschädigung beträgt 175000 Franken und der Vertrag soll 50 Jahre gelten. Falls im Juni die Korporation Uri und im Herbst der Regierungsrat zustimmen sollten, wird das Reservat am 1. Januar 2019 Tatsache. Die Korporationsbürgen stimmten ohne Einwände dem Entwurf zu.

Förster Toni Zberg orientierte anschliessend über die Waldbewirtschaftung mit Jungwaldpflege, Windwurf, Strassenunterhalt, Felsräumungen et cetera. Da nur 1500 Kubikmeter Holz gefällt wurden, war man für die zusätzlichen Aufträge der Gemeinde und der SBB dankbar. 6000 Stunden wurden für Dritte geleistet. 65 Prozent der gefällten Bäume waren Brennholz, der Durchschnittspreis für das Holz betrug 59.20 Franken. Die Rechnung 2017 der Bürgergemeinde schloss mit einem Gewinn von rund 30000 Franken ab.

Keine personellen Veränderungen im Rat

Schliesslich wurden an der Versammlung Präsident Beat Tresch, Vizepräsident René Jauch und Verwalter Simon Epp für die Amtsdauer 2019/20 wiedergewählt. Dem Bürgerrat gehören zudem Pius Jauch und Marco Kieliger an. Als Bürgerschreiberin amtiert weiterhin Lilly Loretz.

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