Simon Arnold übernimmt Präsidium der Bauwirtschaftskonferenz Uri

Im Vorstand der Bauwirtschaftskonferenz (BWK) Uri kam es zu verschiedenen Wechseln.

Georg Epp
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Der abtretende Präsident Benno Kälin (links) gratuliert seinem Nachfolger Simon Arnold zur Wahl.

Der abtretende Präsident Benno Kälin (links) gratuliert seinem Nachfolger Simon Arnold zur Wahl.

Bild: Georg Epp (Altdorf, 5. März 2020)

Im Hotel Schwarzer Löwen in Altdorf freute sich Verbandspräsident Benno Kälin, eine ansehnliche Zahl von 36 Mitgliedern zur 24. Plenarsitzung zu begrüssen. Die Hauptaufgabe der Bauwirtschaftskonferenz Uri (BWK) ist nach wie vor, sich dafür einzusetzen, dass Arbeiten, die im Kanton Uri anfallen und von Urner Betrieben realisiert werden können, auch an Urner Betriebe vergeben werden. Im Jahresbericht äusserte sich Benno Kälin durchaus positiv mit eindrücklichen Zahlen.

Am Ende des Vereinsjahres zählte die Bauwirtschaftskonferenz Uri total 58 Vereinsmitglieder. 13 davon sind Architekturbüros, 17 Ingenieurbüro, 16 Bauunternehmungen, sieben Beton/Baumaterialien/Transporte, drei Banken und ein Gönner. Damit zeigte Kälin auf, dass in der Bauwirtschaft des Kantons Uri hervorragende Kompetenzen, genügend Kapazitäten und ausreichendes Know-how vorhanden ist, um die im Kanton anfallenden Bauaufgaben mit Erfolg zu meistern. Ausgeschieden sind im vergangenen Jahr das Architekturbüro Arpag AG, Ingenieurbüro A. Zwyssig, Bürgi Tiefbau AG und die HGC Commercial.

Gute Auslastung im vergangenen Jahr

Die BWK-Mitglieder waren im Planungssektor gut ausgelastet. Bei Planeraufträgen werden die Projekte immer in grösseren Paketen und auch immer in komplexeren Aufgaben-Strukturen ausgeschrieben. Im Hochbau war der Rückgang der Arbeiten bemerkbar. Auch im Bereich der Architektur war die Phase Realisierung eher rückläufig. Die abzuzeichnende Abkühlung bei Neubauten war auch im Jahr 2019 spürbar. Der Leerwohnungsbestand hat zugenommen, was den Druck auf Sanierungen und Modernisierung von älteren Wohnungen erhöhte. Die Baumeister hatten eine sehr gute Auslastung. Der Tiefbau war durch die Grossprojekte der SBB, der Schöllenen und die Arbeiten der Abwasser Uri geprägt. Nach wie vor ist die öffentliche Hand der wichtigste Auftraggeber im Tiefbau.

Positiv bewertet wurden auch die wertvollen Regierungsgespräche mit der Baudirektion, Volkswirtschaftsdirektion und auch mit der GSUD, respektive mit dem Amt für Umweltschutz. Benno Kälin zeigte auch auf, dass die BWK im Kanton Uri eine volkswirtschaftliche Grösse darstellt, man repräsentiert eine Mitarbeiterzahl von rund 1392 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und bildet ausserdem jährlich gesamthaft 100 Lernende aus. Kassier Oskar Vollenweider überraschte mit ausgeglichener Rechnung, budgetiert wurde ein Verlust von 4900 Franken. Das kleine Vermögen der BWK beträgt aktuell rund 29000 Franken.

Ueli Arnold und Max Germann neu im Vorstand

In der Bürozusammensetzung musste die Demission von Präsident Benno Kälin und Michael Thalmann akzeptiert werden. Einstimmig und mit grossem Applaus wählte die Versammlung Ueli Arnold, Seedorf, und Max Germann, Altdorf, neu in den Vorstand für die nächste Amtsdauer von zwei Jahren. Das Präsidium übernimmt Simon Arnold, Oskar Vollenweider und Bernhard Epp wurden in ihren Funktionen bestätigt. Im Amt bleiben auch die beiden Revisoren Werner Furger und Marcel Gasser.

Die Informationen von Wirtschaft Uri überbrachte deren Präsident René Röthlisberger. Er freute sich über die positive Kantonsrechnung und meinte: «Das gibt Vertrauen und erleichtert auch in Zukunft, Investitionen zu tätigen.» Er hofft auch, dass wirtschaftsfreundliche Personen in die Regierung und Landrat gewählt werden. Röthlisberger animierte die Mitglieder fürs Zusammenschaffen und die Marke Uri noch besser zu vermarkten. Am 23.April geht die GV von Wirtschaft Uri über die Bühne.

Anschliessend an die GV genossen die Teilnehmer das Referat von Kantonsingenieur Marcel Achermann. Er streifte zuerst die aktuellen Baustellen, namentlich die West-Ost-Verbindung WOV, Knoten Kastelen, Kreisel Kollegium, Erstfeld innerorts, Radwegkonzept, Kantonsspital und Neubau Werkhof Kantonsstrassen. Anschliessend erläuterte er Wissenswertes über Erdbeben und Tsunamis.