Sisikon: Axenkomitee befürwortet Galerie Gumpisch – unter Vorbehalt

Beim Projekt Neue Axenstrasse soll die Galerie Gumpisch möglichst bald realisiert werden. Nun stellt sich auch das Axenkomitee nicht mehr gegen einen raschen Bau, stellt allerdings Bedingungen.

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Im gebiet Gumpisch soll eine Galerie für mehr Sicherheit sorgen.

Im gebiet Gumpisch soll eine Galerie für mehr Sicherheit sorgen.

Bild: Astra

(zim) Der Urner Ständerat Josef Dittli hat in seiner Interpellation vom 9. September 2019 vorgeschlagen, den Bau des Sisikonertunnels beschleunigt voranzutreiben. Anlässlich der Diskussion vom 5. Dezember im Ständerat hat er diesen Vorschlag auf die «vorgezogene Realisierung eines Perimeters Tunneleinfahrt Gumpisch» und «Lösungen zur Entlastung der Gemeinde Sisikon» eingeschränkt. Die zuständige Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat signalisiert, dass sie auf eine solche Lösung eintreten könnte.

Das Interkantonale Axenkomitee und die Umweltorganisationen hatten 2014 gegen das aktuelle Bauprojekt Axenstrasse mit einem Morschacher- und Sisikonertunnel Einsprache Einspruch erhoben. Wie das Komitee am Donnerstag mitteilte, wird es unter Einhaltung von zwei Voraussetzungen dem raschen Bau der Galerie Gumpisch keine Steine in den Weg legen:

  1. Die neue Galerie Gumpisch bietet für alle Strassenbenützer und benützerinnen (inklusive Landwirtschaft und Langsamverkehr) genügend Schutz.
  2. Der Bau der Galerie Gumpisch schafft kein Präjudiz für das aktuell laufende Plangenehmigungsverfahren mit dem Sisikoner- und dem Morschachertunnel.

Das Axenkomitee betont in seinem Schreiben, dass es eine Erhöhung der Strassenkapazität am Axen durch den Bau einer parallelen zweiten Axenstrasse ablehnt. Es begrüsse aber die für die Verkehrsteilnehmer notwenigen Sicherheitsmassnahmen an der bestehenden Axenstrasse.

Nach wie vor setze sich das Komitee auch für den Bau einer Kurzumfahrung Sisikons ein. Als Sofortmassnahme zur Entlastung der Bevölkerung von Sisikon, schlägt es auf dem Innerortsabschnitt ein Tempolimit von 30 km/h vor.