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SISIKON: Die Klippenspringer kommen wieder

Im August soll die «Cliff Diving Series» nach 2009 und 2010 erneut am Urnersee Halt machen. Die ­Gemeinde ist bereit, viel Freiwilligenarbeit zu leisten, um so für die Tourismusdestination in Uri zu werben.
Florian Arnold
Solche Bilder soll es auch dieses Jahr wieder geben. Bild/Montage: Philipp Schmidli (Sisikon, 28. August 2010)

Solche Bilder soll es auch dieses Jahr wieder geben. Bild/Montage: Philipp Schmidli (Sisikon, 28. August 2010)

Florian Arnold

florian.arnold@urnerzeitung.ch

Die besten Klippenspringer der Welt werden sich diesen Sommer wieder in den Urnersee stürzen. Die «Red Bull Cliff Diving World Series 2018» macht Halt in Sisikon. Nach 2009 und 2010 kommt der Extremsport-Event somit nach acht Jahren wieder in den Kanton Uri, wie auf der Website des ­Energydrink-Herstellers hervor geht. Als Datum wird der 5. August 2018 angegeben. «Wir sind seit der letzten Austragung mit den Veranstaltern in Kontakt ­geblieben und haben diesen ­gepflegt», erzählt der Sisiger ­Gemeindepräsident Timotheus Abegg. «Eine erneute Austragung in Sisikon wurde wieder zum Thema. Nun ist es offiziell.» Aus Sicht von Red Bull sei die Location sensationell und von 2009 und 2010 in bester Erinnerung ge­blieben – auch bei den Athleten, wie Abegg sagt.

«Jung und Alt werden mit anpacken»

Den Event in Sisikon mit organisieren zu können, erachtet er als grosse Ehrensache. «Es bedeutet sehr viel Spass, mit dem professionellen Team von Red Bull zusammenzuarbeiten», so Abegg. Für Sisikon sei es eine einmalige Chance, sich mit einer Veranstaltung von Weltformat medial zu positionieren. «Wenn das Wetter passt, kommen Tausende Leute nach Sisikon. Das tut auch dem Tourismus gut.» Die Bevölkerung von Sisikon zeichne sich in unglaublicher Weise aus, gemeinsam an einem Strick zu ziehen, sagt der Gemeindepräsident. «Hinter dem Grossanlass steckt ein riesiger Aufwand mit sehr viel Freiwilligenarbeit. Jung und Alt werden mit anpacken», gibt er sich überzeugt. Dass die Gemeinde durch den Anlass auch finanziell profitiere, dementiert Abegg jedoch. «Selbstverständlich können wir Räumlichkeiten ver­mieten. Aber reich werden wir nicht», versichert der Gemeindepräsident. «Unser grosser Profit besteht in der Vermarktung unserer Ortschaft.»

Im Gemeinderat sei ein Richtungsentscheid gefallen, dass man die Veranstaltung in Sisikon begrüsse. Nun wird das damalige Organisationskomitee reaktiviert. Wie dieses zusammengesetzt ist, werde noch bekanntgegeben. «Wir hatten noch keine Zeit, zusammenzukommen.» Ausstehend sind auch detaillierte Bewilligungen seitens Gemeinde und Kanton. Die grosse Arbeit beginne jetzt. «Da sind die Profis von Red Bull mit der Gemeinde sowie das OK gefordert.»

Red Bull schwärmt von Urnersee-Szenerie

Die Schweiz spiele eine wichtige Rolle in der Geschichte des «Red Bull Cliff Diving», heisst es auf der Website. Im Juli 1997 fand das erste Klippenspringen im Tessiner Brontallo statt. Nun wieder in ­Sisikon eine Veranstaltung durchzuführen, wird als Rückkehr zum «wunderschönen Urnersee» bezeichnet, mit Verweis auf das malerische Dörfchen, umgeben von hohen Bergen und einem wunderschönen See. Nicht zuletzt deshalb werde Sisikon ausgewählt, weil hier ein historischer Sprung stattgefunden habe: jener von Wilhelm Tell.

Die letzte Austragung des «Cliff Diving» in Uri 2010 hatte rund 3500 Zuschauer angelockt. Die zwölf weltbesten Springer hatten damals mit garstigen Wetterverhältnissen zu kämpfen. Doch unbeeindruckt absolvierten sie ihre tollkühnen Sprünge von der 26 Meter hohen Wettkampfplattform. Bevor die Athleten mit 90 Stundenkilometern die Wasseroberfläche durchbohrten, zeigten sie während drei Sekunden Flug bis zu sieben Rotationen mit Salti und Schrauben.

Die beiden Grossveranstaltungen in Uri waren nach Plan verlaufen, und die Veranstalter hatten sich zufriedengegeben. ­Allerdings war 2010 ebenfalls deutlich gemacht worden, dass den Organisatoren eine «wohlverdiente Pause gegönnt» werden solle. Red Bull gab sich aber schon damals offen für spätere Austragungen – was nun Tatsache wird.

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