Sisikon
Erster Konzertabend: Das Interesse an der Blasmusik bleibt trotz Corona ungebrochen

Nach einer langen coronabedingten Pause haben die Schächentaler Blaskapelle und die Musikgesellschaft Sisikon nun endlich wieder vor Publikum gespielt. Das Interesse an der Blasmusik ist in der Zwischenzeit aber nicht abgeklungen.

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Die Musikgesellschaft Sisikon und Dirigent Paul Gisler dürfen Applaus entgegennehmen.

Die Musikgesellschaft Sisikon und Dirigent Paul Gisler dürfen Applaus entgegennehmen.

Bild: PD

Punkt 20.15 Uhr eröffnete die Schächentaler Blaskapelle den ersten Konzertabend in Sisikon seit dem Jahr 2019. Die 19 Musikantinnen und Musikanten unter der musikalischen Leitung von Bruno Arnold hätten das fachkundige Publikum mit ihren Egerländermelodien von Beginn an in ihren Bann gezogen, schreibt die Musikgesellschaft Sisikon. Dirigent Bruno Arnold, der informativ und humorvoll durch das Programm führte, präsentierte und leitete seine Musikantinnen und Musikanten durch ein Egerländerprogramm mit hohem Unterhaltungswert. Mit verschiedenen Klangfacetten und solistischen Einlagen sorgte die Schächentaler Blaskapelle für gute Stimmung und lancierte so den musikalischen Abend.

Veteranenchefin Monika Arnold übergibt Stefan Bucheli die Medaille.

Veteranenchefin Monika Arnold übergibt Stefan Bucheli die Medaille.

Bild: PD

Während des Konzertblocks der Schächentaler Blaskapelle habe der Sisiger Musikpräsident Stefan Bucheli eine besondere Ehrung erfahren: Die Veteranenchefin des Blasmusikverbandes Uri, Monika Arnold – Klarinettistin bei der Schächentaler Blaskapelle, überreichte ihm die Medaille zum eidgenössischen Musikveteranen für 35-jähriges aktives Musizieren. Die verdiente Ehrung wurde von der Vizepräsidentin der Musikgesellschaft Sisikon, Margrit Lüönd, durch eine humorvolle Laudatio in Versform wunderbar ergänzt.

Traditionelle Blasmusik trifft auf Hits von Elton John

Anschliessend führte die Musikgesellschaft Sisikon ihr Jahreskonzert in konzentrierter Form auf. Dabei präsentierte die Musikgesellschaft Sisikon ein abwechslungsreiches Programm. Mit der fetzigen «That’s The Way Polka» eröffnete die Sisiger ihr Konzert. In der Folge musizierten die Sisiger Musikantinnen und Musikanten abwechslungsreich, einmal traditionell und dann wieder modern, und stellten damit ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Mit «Sway», einem Arrangement von Jan van Kraeydonk, dem Bert-Kaempfert-Klassiker «L.O.V.E.» von Nat King Cole, dem gefühlvollen Heimweh-Chor-Titel «Blueme» sowie dem Elton-John-Hit «Crocodile –Rock» wurden bekannte Melodien der Unterhaltungsmusik präsentiert.

Natürlich fehlte auch die traditionelle Blasmusik – eine Herzensangelegenheit der Musikgesellschaft Sisikon – nicht. Mit dem wuchtigen Marsch «Adelsried 1000», dem Walzer «Böhmische Rosen» und der Polka «Das Sternchen» wurden gleich drei Werke aus der Feder von Kurt Pascher (teilweise speziell für die Sisiger Musikantinnen und Musikanten neu notiert) aufgeführt.

Trotz Corona hat der Verein die kameradschaftlichen Werte nicht verloren

Der gefühlvolle Walzer «Das Bänklein am See» von Very Rickenbacher wie auch die als Zugabe gespielte Polka «Ein halbes Jahrhundert», ebenfalls von Very Rickenbacher, hätten die Zuhörer zu begeistern gewusst, so der Verein. Die Musikgesellschaft Sisikon unter der Leitung von Dirigent Paul Gisler demonstrierten, dass sie durch die Corona-Auflagen bedingt schwierige Zeit einen guten Weg gefunden haben, die musikalischen, aber auch kameradschaftlichen Werte aufrechtzuerhalten. Die Kameradschaft zeigte sich auch beim anschliessenden Zusammensitzen und angeregten Gesprächen zwischen den beiden musizierenden Vereinen und dem Konzertpublikum. Unterstützt wurde dies durch die Ländlerkapelle Furger-Gisler, die den stimmungsvollen Abend «urchig» ausklingen liess.

Endlich wieder vor Publikum aufspielen zu dürfen, aber auch unbekümmert ein Blasmusikkonzert zu besuchen – die Musikantinnen und Musikanten und das Publikum hätten es spürbar genossen. Man dürfe deshalb gespannt sein, wie sich der Blasmusikabend in Sisikon 2022 präsentieren wird. (mah)

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