SISIKON: SBB sanieren Axen-Seegleis für 127 Millionen Franken

Das 125 Jahre alte seeseitige Gleis zwischen Brunnen und Flüelen wird derzeit auf den 4-Meter-Korridor hochgebaut. Eine äusserst anspruchsvolle Aufgabe.

Franz Steinegger
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Der Franziskustunnel vor Sisikon ist bereits saniert. (Bilder: Urs Flüeler/Keystone (Sisikon, 5. September 2017))

Der Franziskustunnel vor Sisikon ist bereits saniert. (Bilder: Urs Flüeler/Keystone (Sisikon, 5. September 2017))

Franz Steinegger

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Das 1882 mit dem Bau der Gotthardstrecke erbaute, dem See entlang führende Gleis zwischen Brunnen und Flüelen wird in drei Etappen für 127 Millionen Franken auf den 4-Meter-Korridor erweitert. Damit kann der im Jahr 2020 in Betrieb gehende Ceneri-Basistunnel seine volle Kapazität entfalten. «Mit der jetzt angelaufenen Sanierung können wir die Nutzungsdauer um weitere 50 Jahre verlängern», sagte Gesamtprojektleiter Michael Künzli gestern anlässlich einer Begehung für die Medien. Das Problem der Kapazität liege nördlich von Basel und südlich von Chiasso.

Nun muss das zweite, das 1946 erstellte bergseitige Gleis den gesamten Gotthardverkehr übernehmen. Wo nicht gearbeitet wird, kann zweispurig gefahren werden, wodurch dank geschickter Planung die volle Kapazität zur Verfügung steht.

Sanierung erfolgt bis 2019

Um die Eckhöhe von 4 Metern zu erreichen, wird die Fahrbahn in den neun Tunnel um 30 bis 40 Zentimeter abgesenkt – durch Abspitzen, Sprengen und den Minenmaulwurf, eine Spezialmaschine. Erneuert werden die Portale, Gewölbe, Widerlager und Entwässerungen sowie die gesamte Bahntechnik mit Fahrbahn, Kabelanlagen, Fahrleitung und Sicherheitsnischen. Die Sanierung erfolgt in drei Etappen zwischen 2017 bis 2019. Noch bis März 2018 ist der mittlere Abschnitt zwischen «Ort» und Sisikon an der Reihe. Für die Arbeiter stellen vor allem die engen Platzverhältnisse eine anspruchsvolle Aufgabe dar.