SISIKON: Sisikon schreibt schwarze Zahlen

Die Sisiger befinden am 26. Juni über Verträge mit der Gemeinde Flüelen und mit dem EWA. Traktandiert sind auch die Rechnung 2016 und Kredite von total 72000 Franken.

Bruno Arnold
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Die Gemeinde Sisikon schneidet 2016 besser ab als budgetiert. (Bild: Bruno Arnold (Sisikon, 15. Juli 2015))

Die Gemeinde Sisikon schneidet 2016 besser ab als budgetiert. (Bild: Bruno Arnold (Sisikon, 15. Juli 2015))

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Auch der Gemeinderat Sisikon kann zuhanden der Gemeindeversammlung vom Frühjahr 2017 mit schwarzen Zahlen aufwarten. Die Erfolgsrechnung 2016 der Einwohnergemeinde schliesst bei Einnahmen von rund 1,44 Millionen Franken und einem Ertragsüberschuss von 5700 Franken um knapp 119000 Franken besser ab als budgetiert. Prognostiziert worden war ein Defizit von 113200 Franken.

Hauptverantwortlich für das gute Ergebnis sind Minderaufwendungen bei den Personalkosten, bei der Restfinanzierung der Pflegetaxen und der wirtschaftlichen Hilfe sowie Mehreinnahmen bei den Steuern und ein Mehrertrag bei den Liegenschaften im Finanz- und Verwaltungsvermögen. 2016 wurden netto 6700 Franken in die Nutzungsplanung investiert. Trotz der Instandstellung der Bachleitung Agerli (gebundene Ausgabe) beträgt die Einlage in die Spezial­finanzierung der Wasserversorgung 5300 Franken.

Neues Statut für Kreisschule Flüelen/Sisikon

An der Gemeindeversammlung werden die Sisiger auch über das neue Statut der Kreisschule Flüelen/Sisikon befinden. Das Finanzierungsmodell sieht für Sisikon neu eine Miete der Schulräume pro Abteilung vor, dies im Sinne einer Abgeltung für die Bereitstellung der Anlagen und Einrichtungen durch die Gemeinde Flüelen. Bisher mussten die Beiträge der Gemeinde Sisikon an Investitionen in die Schulan­lagen in Flüelen für jeden Einzelfall verhandelt werden. Die Flüeler haben das Statut anlässlich der Einwohnergemeindeversammlung vom 18. Mai bereits oppositionslos gutgeheissen. Sagen auch die Sisiger Ja, wird der Vertrag per 1. August 2017 in Kraft treten.

Der Gemeinderat Sisikon hat den neuen Konzessionsvertrag mit dem EWA genehmigt. Damit erteilt Sisikon dem EWA das Recht, Verteilanlagen und Stromleitungen im und auf öffentlichem Grund zu erstellen, zu betreiben und zu unterhalten. Als Gegenleistung entrichtet das EWA der Gemeinde eine Konzessionsabgabe. Diese belief sich im Jahr 2016 auf knapp 18 000 Franken.

Die Festlegung der Höhe der vom Kunden zu entrichtenden Abgabe liegt in der Kompetenz der Gemeindeversammlung. Beantragt wird eine leichte Reduktion der Abgabesätze, wie sie einheitlich auch in allen anderen Gemeinden des EWA-Versorgungsgebiets vorgelegt wird. Die Abgaben sollen künftig zwischen 0,3 und 1 Rappen pro kWh elektrische Energie liegen, die aus dem Verteilnetz des EWA bezogen wird. «Der neue Konzessionsvertrag stellt einen ausgewogenen Kompromiss zwischen einer Senkung der Stromkundenbelastung und der daraus für die Gemeinde resultierenden Einnahmenminderung dar», schreibt der Gemeinderat in seiner Botschaft.

Zwei Kredite beantragt

Traktandiert ist im Weiteren ein Bruttokredit von 65 000 Franken für den Teilersatz der Gussleitung Obere Dorfstrasse und von 7000 Franken für die Asphaltierung der Strasse. Abgerundet wird die Versammlung mit Orientierungen zum Parkplatzkonzept, zur Antwort der SBB betreffend Rollstuhlgängigkeit des Bahnhofs Sisikon, zur Sperrung des Seezugangs beim SBB-Installationsplatz, zum Workshop Arbeitsgruppe «See-sikon» und zur Nutzungsplanung.

Hinweis

Die Gemeindeversammlung findet am Montag, 26. Juni, 20 Uhr in der Mehrzweckhalle des Schulhauses Sisikon statt.