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SKI ALPIN: Jungspund trotzt den Routiniers

Zum Saisonauftakt setzte es Favoritensiege ab. Der Spirgner Andreas Schuler holte sich beim Andermatter Nachtslalom den Tagessieg. Bei den Frauen triumphierte die Schwyzerin Carina Truttmann.
Der 18-jährige Andreas Schuler auf seiner Fahrt zum Sieg. (Bild: Urs Hanhart (Andermatt, 26. Dezember 2017))

Der 18-jährige Andreas Schuler auf seiner Fahrt zum Sieg. (Bild: Urs Hanhart (Andermatt, 26. Dezember 2017))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Der unterste Teil der Nätschen-Skipiste in Andermatt präsentierte sich am Dienstagabend hell beleuchtet. Das gab es schon lange nicht mehr zu sehen, denn im Vorjahr musste der traditionelle Nachtslalom, mit dem jeweils die regionale Rennsaison eröffnet wird, aufgrund des Schneemangels auf den Gemsstock verlegt und während des Tages durchgeführt werden.

«Wir sind sehr froh, dass wir diesen Wettkampf heuer wieder am Originalschauplatz abhalten können», freute sich Bruno Arnold, Präsident des Urner Skiverbandes (USV), der im Zielbereich bei der neuen Gondelbahn Andermatt–Nätschen–Gütsch als Speaker amtete. Dann fügte er noch an: «Dieses Rennen ist sehr wichtig, zumal die Regionalfahrer nach der langen Trainingsphase jeweils darauf brennen, endlich wieder Wettkampfluft zu schnuppern. Zudem lockt dieser sehr zuschauerfreundliche Event dank der Nähe zum Dorf immer wieder sehr viele Zaungäste an den Pistenrand und ist damit beste Werbung für den Skirennsport. Auch heute ist der Aufmarsch wieder erfreulich gross.»

Schuler rettet knappen Vorsprung ins Ziel

Ein kleiner Wermutstropfen war für Arnold die Tatsache, dass am von den beiden Andermattern Octavia Fisher und Tom Walker gewonnenen Rennen der U16-Kategorie nur 40 Fahrer teilnahmen. Dazu sagte Bruno Arnold: «Durch die schneearmen Winter in den Vorjahren und die Konkurrenz durch andere Sportarten haben wir ein Nachwuchsproblem bekommen. Aber wir setzen nun alles daran, die Breite beim Nachwuchs zu stärken und wieder vermehrt Junge für den alpinen Skirennsport zu begeistern.» Das vom Urner Skiverband organisierte Flutlichtspektakel verzeichnete insgesamt knapp hundert Teilnehmer. Am Regionalrennen, welches zum Raiffeisen Grand Prix zählte, starteten rund fünf Dutzend Rennfahrer. «Andreas Schuler vom SC Spiringen steigt heute als Topfavorit in diesen Slalom, denn er hat im Training einen sehr starken Eindruck hinterlassen und die USV-Trainer vollauf überzeugt», verkündete Platzspeaker Arnold im Vorfeld des Rennens.

Mit seinem Tipp sollte er Recht behalten. Schuler, mit 18 Jahren einer der Jüngsten im Feld, schlängelte sich im ersten Lauf so schnell wie kein anderer durch den 32 Tore aufweisenden Stangenwald. Mit 27,08 Sekunden zauberte er eine überragende Bestzeit in den Schnee. Dem 35-jährigen Routinier Stefan Briker (SC Edelweiss Bürglen) knöpfte er 0,21 Sekunden ab.

Im zweiten Durchgang agierte Schuler dann ein wenig dosierter. Trotzdem reichte es, um den deutliche Laufbestzeit fahrenden 25-jährigen Zürcher Marco Studer, der den ersten Lauf als Vierter beendet hatte, in Schach zu halten. In der Endabrechnung rettete Schuler hauchdünne 7 Hundertstelsekunden vor Studer ins Ziel. Den dritten Platz im Tagesklassement mit 0,31 Sekunden Rückstand auf den Schnellsten sicherte sich der bereits 42-jährige unverwüstliche Schwyzer Alex Kündig (SC Stoos), der damit Raiffeisen-Grand-Prix-Seriensieger Briker noch vom Podest verdrängen konnte.

Truttmann ist eine Klasse für sich

Während bei den Männern die Besten zeitlich sehr nahe beisammen lagen, gab es bei den Frauen diesbezüglich nur wenig Spannung. Dies vor allem deshalb, weil Carina Truttmann (SC Sattel-Hochstuckli) die Konkurrenz regelrecht in Grund und Boden fuhr, insbesondere im zweiten Durchgang.

Einzig die ehemalige Amateur-Schweizer-Meisterin Christine Zurfluh (SC Isenthal) vermochte der völlig entfesselten 19-jährigen Schwyzerin einigermassen Paroli zu bieten, allerdings nur im ersten Lauf. Bei Halbzeit lag Zurfluh mit 0,32 Sekunden Rückstand noch auf Schlagdistanz. Im Entscheidungslauf unterliefen der 24-jährigen Urnerin dann jedoch zu viele kleine Fehler, um ihrer deutlich jüngeren Gegnerin den Tagessieg noch entreissen zu können. So kamen noch weitere 1,04 Sekunden hinzu. Truttmann siegte schliesslich mit komfortablen 1,37 Sekunden Vorsprung.

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