SKI NORDISCH: Bruno Bricker: «Das war leichtsinnig von mir»

Langläufer Bruno Bricker ist in einer Dopingkontrolle hängen geblieben. «Das war ein Ausrutscher», sagt der Urner.

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Bruno Bricker: «Ich bin jetzt eh abgestempelt. Das ist schon frustrierend.» (Archivbil Erhard Gick/Neue SZ)

Bruno Bricker: «Ich bin jetzt eh abgestempelt. Das ist schon frustrierend.» (Archivbil Erhard Gick/Neue SZ)

Seit einigen Jahren gehört er zu den besten Volkslanglaufspezialisten der Schweiz: Bruno Bricker, 37-jährig, gebürtiger Urner und vor über einem Jahrzehnt ins Obergoms ausgewandert. Ende der letzten Saison konnte Bricker die Swiss-Loppet-Gesamtwertung für sich entscheiden. Doch nun sind seine Spitzenleistungen in ein schiefes Licht geraten.
Ende Februar musste der Lokführer nach seinem 2. Platz beim Gommerlauf eine Urinprobe abgeben. Darin wurden Spuren der auf der Dopingliste figurierenden, amphetamin-ähnlichen Substanz Methylphenidat gefunden. Diese wird hauptsächlich bei Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt. Die Disziplinarkommission von Swiss Olympic hat Bricker aufgrund des positiven Befundes rückwirkend ab dem 13. April für ein Jahr gesperrt.

Bricker selber betont denn auch, dass es sich um einen einmaligen Ausrutscher gehandelt habe. Seine Erklärung: «In den Tagen vor dem Gommerlauf litt ich unter grossem beruflichen und privaten Stress. Deshalb habe ich spät abends vor dem Wettkampf eine Beruhigungstablette geschluckt, ohne mir dabei gross Gedanken zu machen. Das war wirklich leichtsinnig von mir, dessen bin ich mir inzwischen bewusst.»

Urs Hanhart; rem

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag im Sportteil der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.