Skigebiet Biel-Kinzig blickt optimistisch in die Zukunft

Eine Wintersaison, in der der Schnee knapp und das Engagement der Leute im Gebiet gross war, ist frühzeitig zu Ende gegangen. 

Hören
Drucken
Teilen
Der Sonnenschein hat auch seine Schattenseiten: Den fehlenden Schnee bekam auch das Skigebiet Biel-Kinzig zu spüren.

Der Sonnenschein hat auch seine Schattenseiten: Den fehlenden Schnee bekam auch das Skigebiet Biel-Kinzig zu spüren. 

Bild: PD

(ml) Am Freitagabend, 13. März, wurde die Wintersaison auf dem Biel aufgrund der Massnahmen des Bundes bezüglich des Corona-Virus beendet. Aufgrund der kantonalen Weisungen zur Umsetzung der Covid-19-Verordnung des Bundes vom 19. März darf die Biel-Kinzig AG die Luftseilbahn als Erschliessungsfunktion weiterhin betreiben. Dabei darf sie jedoch nur noch Anwohner und Ferienhausbesitzer transportieren und dies mit einer maximalen Gondelbelegung von zwei statt acht Personen pro Gondel.

Personen, die ihre Skier im Skidepotraum auf dem Biel gelagert haben, wird nach der Aufhebung der vom Bund verordneten Massnahmen eine Abholfrist von ein bis zwei Wochen gegeben, wobei sie ihre Skiausrüstung mit ihrer Saisonkarte abholen können. Weitere Informationen werden auf der Website der Biel-Kinzig AG unter www.biel-kinzigag.ch publiziert. Der Raum wird in der Zwischenzeit für die Öffentlichkeit abgeschlossen.

Warme Temperaturen verleiten zum Umstieg auf die Schneeschuhe

Zum Saisonauftakt am 14. Dezember 2019 herrschten im Skigebiet Biel-Kinzig gute Verhältnisse. Zunächst im Wochenendbetrieb und ab dem 26. Dezember im täglichen Betrieb genossen während Weihnachten und Neujahr Junge und Junggebliebene die geöffneten Pisten. Dem schönen Wetter sowie den warmen Temperaturen sei es geschuldet, dass der Schnee Anfang Januar allmählich knapp wurde und Vereinzelte von den Skiern auf die Schneeschuhe oder Winterwanderwege auf dem Biel wechselten.

Damit auch die zwei letzten Tage des vom SC Edelweiss organisierten Kinderskikurs durchgeführt werden konnten, griffen die Skischullehrer zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Biel-Kinzig AG zu Schaufel und Schneeschieber und präparierten die prekären Stellen der Pisten nach Pistenschluss gemeinsam für den nächsten Tag. Generell war die Solidarität auf dem Biel diesen Winter gross und die Mitarbeitenden erbrachten auch diese Saison erneut Höchstleistungen in der Pistenpräparation, lautet das Fazit zur Saison in einer Medienmitteilung der Biel-Kinzig AG.

Die Wärme zollte ihren Tribut und so mussten die Anlagen ab dem 6. Januar während der Wochentage geschlossen bleiben. Wenn es Schnee gab, wurde er oft vom Wind weggetragen oder zerfloss in der Sonne, weshalb im Januar der Betrieb auch an zwei Wochenenden stillstand. So kam es, dass das Instameet am 25. Januar eher im Grünen als im Schnee stattfand.

Und obwohl der Winter 2019/20 gemäss dem Klimabulletin von Meteo Schweiz der mildeste Winter seit Messbeginn 1864 sein soll, findet man in den Wetterdokumentationen von Biel-Bewohnerin Lina Schuler Einträge für sehr schneearme Winter in den Jahren 1963/64 und 1988/89. Wie die Schneemengen und das Wetter, wird auch die aktuelle Situation mit dem Corona-Virus in die Geschichtsbücher eingehen und es wird eine Zeit nach der Virenkrise geben, so die Biel-Kinzig AG in der Medienmitteilung.

Blumenwissen für den Sommer auffrischen

Die Biel-Kinzig AG ist schon jetzt bereit für die Zeit, in der in den Bergen die Blumen blühen. Mit einem Blumenquiz auf Instagram möchten die Betreiber des Ski- und Wandergebiets während der Wochen vom 25. März bis am 21. April unterhalten und Wissen zur Bergflora vermitteln. Alle können auf ihrem Smartphone mit der App Instagram mitspielen. Dort muss man dem Profil «bielkinzig» folgen. So erhält man in der Story täglich ein Foto einer Bergblume mit einer Auswahl an möglicher Antworten. Wer mitspielt, erfährt sofort, ob die Antwort richtig war. Am darauffolgenden Tag erscheint dann auch die Lösung mit weiteren Informationen zur Pflanze auf dem Instagram-Profil von «bielkinzig». Sämtliche Stories werden auf dem Profil gesammelt und können auch nachträglich noch angeschaut werden. Der genaue Spielbeschrieb ist auf der Website in der Rubrik «Instagram Blumenquiz» aufgeschaltet.

Diesen Winter wurde zudem das Sponsoring-Konzept umgesetzt, das mithelfen soll, die technische Sanierung längerfristig tragbar zu machen. Es konnten bereits über 35 Sponsoren gefunden werden und es werden noch weitere Interessenten für Werbeflächen im Ski- und Wandergebiet gesucht.

Eine weitere Massnahme, die Verschuldung der Bahn möglichst klein zu halten, ist die Aktienkapitalerhöhung. Bislang konnten 358 der insgesamt 627 angebotenen Aktien verkauft werden. Um die genehmigte Aktienkapitalerhöhung von maximal 380 000 Franken zu erreichen, werden noch weitere Aktionärinnen und Aktionäre für die restlichen 269 Aktien à 200 Franken gesucht. Informationen dazu sind auf der Website zu finden.

Viele Gäste an Weihnachten und Neujahr

Obwohl die Wintersaison eine Einkommenseinbusse von schätzungsweise rund einem Drittel der durchschnittlichen Skibetriebeinnahmen hinterlässt, blickt Verwaltungsratspräsident Bernhard Riedi zufrieden auf die Saison zurück:

«Die Wintersaison war schneearm. Trotzdem durften wir speziell zwischen Weihnachten und Neujahr sehr viele Gäste im Skigebiet begrüssen. Im Januar war das Wetter sehr schön, was wiederum Schneeschuhläufer und Winterwanderer auf den Biel lockte.»

Ebenfalls dankbar ist er für das konstruktive Miteinander und für die Treue der Gäste. «Ich bin stolz auf das, was wir bereits gemeinsam erreicht haben, und bin mir sicher, dass wir mit vereinten Kräften noch vieles erreichen können», sagt Bernhard Riedi und bedankt sich bei allen, die in irgendeiner Form dazu beigetragen haben, dass die Biel-Kinzig AG ihre Aufgabe für die Bevölkerung weiterhin wahrnehmen kann.