Skistar droht auszusteigen

Die potenzielle Investorin Skistar sieht die Bedingungen für einen Einstieg ins Skigebiet Andermatt nicht erfüllt. Die Schweden sind aber nach wie vor Kandidat Nummer eins.

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Die Skigebiete Andermatt (Bild) und Sedrun sollen fusionieren. (Bild: Keystone)

Die Skigebiete Andermatt (Bild) und Sedrun sollen fusionieren. (Bild: Keystone)

Ende Juli soll endlich Klarheit über den Zusammenschluss der Andermatt Gotthard Sportbahnen AG (AGS) und der Sedrun Bergbahnen AG (SB) herrschen. Bis dann will der ägyptische Investor Samih Sawiris die Aktienmehrheit an den zwei Unternehmen halten und sie zur Andermatt Surselva Sport AG (ASS) fusionieren. Wer die künftige Skiarena im Gotthardmassiv aber betreiben soll, darüber herrscht Unklarheit.

Zu wenig schnell

Der schwedischen Firma Skistar schreitet das Projekt offenbar zu wenig schnell vorwärts. Die börsenkotierte Firma sah sich jedenfalls veranlasst, der Skiarena Andermatt-Sedrun in ihrem Neunmonatsreport ein kurzes Statement zu widmen: «Die Entwicklung des Skigebiets Andermatt-Sedrun in den letzten Monaten zeigt, dass die Bedingungen für einen Einstieg von Skistar in Form einer Übernahme oder einer Beteiligung momentan nicht gegeben sind.» Allerdings könne dieser Entscheid jederzeit «neu überprüft» werden, falls sich die Bedingungen und damit auch die Möglichkeiten für Skistar wieder ändern würden.

«Skistar nach wie vor dabei»

Bei Andermatt Swiss Alps ist man über den Kommentar im Neunmonatsreport nicht gross erstaunt. «Skistar ist bei der Entwicklung nach wie vor dabei», sagt Sprecher Alain Gozzer. Das Skiarena-Projekt könne zurzeit nicht vorangetrieben werden, da zuerst der Zusammenschluss der beiden Bergbahnen über die Bühne gehen müsse. An der Absicht von Sawiris, Skistar als Betreiberin der Bergbahnen einzusetzen, habe sich nichts geändert.

Roman Schenkel

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