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Urner Skulpturen werten Park auf

Sylvia Wüthrich zeigt ihre Steinskulpturen erstmals einer breiten Öffentlichkeit. Die Kunstwerke kommen im wunderschönen Garten des Hotels Stern und Post in Amsteg ganz besonders zur Geltung.
Paul Gwerder
Sylvia Wüthrich mit der Skulptur «Paar» aus Cristallina-Marmor. (Bild: Paul Gwerder (Amsteg, 26. Mai 2018))

Sylvia Wüthrich mit der Skulptur «Paar» aus Cristallina-Marmor. (Bild: Paul Gwerder (Amsteg, 26. Mai 2018))

Zahlreiche Freunde und Gäste kamen am Samstagabend zur ersten öffentlichen Ausstellung von Sylvia Wüthrich nach Amsteg. Im wunderschönen Garten des Hotels Stern und Post konnten sie zwischen Schatten spendenden Bäumen und auf dem grosszügigen Rasen insgesamt 15 Skulpturen bewundern. Einen besseren Ort hätte die Künstlerin für ihre erste Vernissage wohl nicht finden können, denn hier kommen die geschliffenen Steine aus Marmor, Speckstein oder Alabaster besonders gut zur Geltung.

Wohltuende Ruhe in schnelllebiger Zeit

Beim Spaziergang durch den weitläufigen Park konnten die Besucher verschiedenste Skulpturen betrachten, die alle einen erklärenden Namen haben. So heisst das eine Werk aus Alabaster «Die Ruhende», ein anderes aus Cristallina-Marmor «Der Pengel». Für Sylvia Wüthrich strömen die steinernen Skulpturen in der heutigen schnelllebigen Zeit eine wohltuende Ruhe aus. «Während der Arbeit im Atelier findet eine Auseinandersetzung zwischen mir und dem Stein statt», erklärte sie. «Widerstände, Zorn, Brüche, Einsichten, neue Wege, Glücksmomente, Leidenschaft und vieles mehr begleiten mich während der Arbeit», schreibt die Steinbildhauerin in ihrem Steckbrief.

Von Gedeon Regli inspiriert worden

Bei seiner Laudatio für Sylvia Wüthrich sagte ihr Ehemann Walter Wüthrich einleitend: «Für viele Menschen ist die Hochzeit der schönste Tag im Leben, und bei Sylvia Wüthrich ist es wohl der heutige Tag, an dem sie ihr kreatives Schaffen ihrem Freundeskreis und der Öffentlichkeit zeigen darf.» Weiter erzählte er: «Vor sieben Jahren wurde meine Frau bei einer Ausstellung von Gedeon Regli junior inspiriert, Kurse zu besuchen und ab diesem Zeitpunkt regelmässig mit Stein zu arbeiten. Ganz ihrem Charakter entsprechend habe sie Steine auch als Objekte für die Auseinandersetzung zwischen Verstarrtheit und menschlichem Gestaltungswillen entdeckt, und sie fühle sich vom Stein herausgefordert. «Dieses Gefühl liebt sie, und das braucht sie im Leben auch», meinte Walter Wüthrich. Er beschrieb seine Frau als ungeduldige Person, aber auch als Perfektionistin: «Am Stein lernt sie, ihre Ungeduld zu zähmen, weil die Materie ihr ab einem gewissen Punkt nicht mehr entgegenkommt und sie sich das angestrebte Perfekte völlig selber verdienen muss.»

Engelsgeduld ist eine Voraussetzung

«Dies hier ist eine wunderbare und tolle Ausstellung geworden», sagte Sylvia Wüthrich beim Rundgang. «Denn gerade hier im grosszügigen Park kommt die Schönheit der bearbeiteten Steine erst richtig zur Geltung.» Und ein Besucher meinte: «Ich bin sehr erstaunt und positiv überrascht, was Sylvia Wüthrich geschaffen hat. Das hätte ich von ihr niemals erwartet, denn ich glaube, dass das Bearbeiten der Steine eine Engelsgeduld braucht».

Auch Gedeon Regli gefällt die Ausstellung: «Ich finde es super, welch schöne Skulpturen Sylvia Wüthrich geschaffen hat. Und zum Bearbeiten des Steines meinte er: «Die Arbeit ist ganz speziell, denn beim Bearbeiten eines Steins kann ein Fehler nicht mehr rückgängig gemacht werden. Und für mich ist es das Besondere, dass eine Skulptur länger als der Mensch da sein wird».

In ihrem Gästebuch schrieb Sylvia Wüthrich: «Es ist der Schatten, der dem Licht die Kraft verleiht. Und so ähnlich ist es bei der Skulptur, die erst durch den Raum, den sie einnimmt, einen anderen Raum schafft, um als solche wahrgenommen zu werden.»

Hinweis

Die Ausstellung im Garten des Hotels Stern und Post in Amsteg dauert bis am 15. Juli 2018.

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