So hat man Sisikon noch selten gesehen

An der Gemeindeversammlung Sisikon vom 24. Juni wurde ein Image-Video vorgestellt. Die Stimmbürger hiessen die Rechnung gut. Die Nachfolge des Gemeindearbeiters ist noch nicht gelöst.

Florian Arnold
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Dieses Video wurde an der Gemeindeversammlung präsentiert:

Die Gemeinde Sisikon musste im vergangenen Jahr einen Verlust von 20000 Franken hinnehmen. Die Rechnung schloss dennoch besser ab als budgetiert. Gerechnet worden war mit einem Defizit von 280000 Franken. Hauptverantwortlich für das Ergebnis sind laut Gemeinderat Mehrerträge bei den Steuern, sowohl bei den juristischen wie bei den natürlichen Personen. Hinzu kamen höhere Grundstückgewinnsteuern und mehr Geld aus dem innerkantonalen Finanzausgleich. Für die wirtschaftliche Hilfe musste weniger Geld ausgegeben werden.

2018 beliefen sich die Investitionen auf knapp 90000 Franken. In die Spezialfinanzierung der Wasserversorgung wurden 3000 Franken eingebucht. Die Rechnung wurde an der Gemeindeversammlung vom Montagabend kommentarlos genehmigt, wie Gemeindeschreiberin Ursula Habegger auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Gutgeheissen wurde auch die Schlussabrechnung für die Gussleitung der Oberen Dorfstrasse sowie die Asphaltierung. Zudem wurde der Anschaffung von Parkuhren zugestimmt.

Arbeiten sollen vergeben werden

Unter Orientierungen wurde bekannt gegeben, dass nach einer Nachfolgeregelung für den Gemeindearbeiter gesucht wird. Dieser ist noch bis Ende Jahr zu 100 Prozent angestellt und wird dann in Pension gehen. Nachdem verschiedene Szenarien geprüft worden waren, soll nun die Stelle zu 60 bis 80 Prozent ausgeschrieben werden. Für gewisse Arbeiten soll eine Zusammenarbeit mit der Bürgergemeinde eingegangen werden. Diese soll mit einer Vereinbarung geregelt werden. So erhofft sich der Gemeinderat Sisikon, die Effizienz zu steigern.

Überprüft worden war als Alternative auch, ob die Arbeiten an Dritte vergeben werden können. Dies hätte allerdings die Kosten kaum gemindert und die Schnittstelle zwischen Gemeinde und dem externen Unternehmen hätte zum Problem werden können.

Von Schiffsstationen und Kontaktbars

Die Sisiger beschäftigt nach wie vor die Schiffsstation an der Tellsplatte, die aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste. Die Bürger fühlten sich diesbezüglich vor den Kopf gestossen. Der Gemeinderat ist in Kontakt mit der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) sowie mit dem Kanton. Ins Leben gerufen wurde eine Spendenaktion, die sich als erfolgreich herausstellte. Nun werden Offerten eingeholt und die Finanzierung geklärt. Allerdings wird auch das Bundesamt für Verkehr noch ein Wort bei der Bewilligung mitreden. Der Gemeinderat will alles daran setzen, dass die Schiffsstation möglichst rasch wieder in Betrieb genommen werden kann.

An der Versammlung wurde ein Gerücht entschärft, wonach im Restaurant Laterne eine Kontaktbar eingerichtet werden soll. Man sei mit den Eigentümern in Kontakt getreten und konnte die Sache klären.