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So werden junge Flüchtlinge in Uri auf das Berufsleben vorbereitet

Das Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri macht seit letztem August junge Migranten fit für den Einstieg in die berufliche Grundbildung. Der 21-jährige Afghane Salman Hussein ist einer von ihnen – und weiss nun, was er werden will.
Hat bei Maler Rixen Schnuppertage absolviert: Salman Hussein. (Bild: PD)

Hat bei Maler Rixen Schnuppertage absolviert: Salman Hussein. (Bild: PD)

Rund fünfzehn spät zugewanderte Jugendliche und junge Erwachsene, die Mehrheit davon aus dem Asyl- und Flüchtlingswesen, besuchen momentan den ersten Teil des zweijährigen integrativen Brückenangebots am Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) Uri. Im ersten Schuljahr erfolgt die Ausbildung noch rein schulisch. Im zweiten Schuljahr benötigen alle Schüler einen Praktikumsplatz für einen Tag pro Woche. Während der Frühlingsferien absolvierten die jungen Erwachsenen Schnuppertage in verschiedenen Betrieben. Neben dem Spracherwerb werden auch allfällige Defizite im Bereich der Mathematik aufgearbeitet sowie Allgemeinwissen vermittelt.

Im kommenden Schuljahr sollen die Schülerinnen und Schüler während eines Tages pro Woche ein Praktikum absolvieren, das ihnen konkrete Arbeitserfahrungen ermöglicht. Sie sollen den Arbeitsalltag kennen und sich in eine Betriebsgemeinschaft einfügen lernen; dabei sollen Arbeitsverhalten sowie Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit gefördert und das Interesse an beruflichen Zusammenhängen geweckt werden. Um einen ersten Schritt in Richtung Praktikumsstelle zu machen, hatten die Schülerinnen und Schüler während der Frühlingsferien die Gelegenheit, in verschiedenen Urner Betrieben zu schnuppern.

Er hinterliess einen guten Eindruck

Das tat denn auch Salman Hussein. Der 21-jährige Afghane kam vor drei Jahren in die Schweiz und möchte Maler oder Sanitärinstallateur werden. In der zweiten Frühlingsferienwoche konnte er bei Maler Rixen in Erstfeld während einer Woche einen Einblick in den Arbeitsalltag gewinnen. Der Schnupperbetrieb ist sehr zufrieden mit Salman Hussein, wie die Urner Bildungs- und Kulturdirektion mitteilt. Salman Hussein habe viel Eigeninitiative gezeigt und sei daran interessiert gewesen, sich Wissen über den Malerberuf anzueignen. Er sei sehr motiviert, und es sei ihm gelungen, einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Flüchtlinge einzustellen oder ihnen einen Praktikumsplatz zur Verfügung zu stellen, bringt selbstverständlich auch Herausforderungen für die Arbeitgeber mit sich. Wie Salman Hussein sprechen zwar die IBA-Schülerinnen und Schüler gut Deutsch; jedoch müssen gerade Fachbegriffe oft erklärt werden, und die Einarbeitungszeit dauert in vielen Fällen etwas länger als bei Schweizer Jugendlichen.

Andererseits können Flüchtlinge angesichts des Fachkräftemangels und der frei bleibenden Lehrstellen auch eine grosse Chance für Arbeitgeber darstellen. Wie Salman Hussein sind gemäss der Medienmitteilung der Bildungs- und Kulturdirektion sehr viele Flüchtlinge motiviert und engagiert und sind sich bewusst, dass der Einstieg in den Schweizer Arbeitsmarkt ihre einzige Chance ist, um finanziell unabhängig zu werden. Die Erfahrungen würden zeigen, dass sie oft sehr loyale und dankbare Arbeitnehmer seien. (red)

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