So wird in Uri richtig gewählt

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Ein Mann wirft einen Stimmzettel in die Urne. (Symbolbild Keystone)

Ein Mann wirft einen Stimmzettel in die Urne. (Symbolbild Keystone)

Kanton zf. Die Meinungen zu den Kandidaten für den 18. Oktober sind mittlerweile wohl grösstenteils gemacht. Nun muss nur noch richtig gewählt werden. Wichtig ist die Tatsache, dass der einzige Urner Nationalrat im ersten Wahlgang bestimmt wird. Das heisst konkret: Für den Nationalrat ist – im Gegensatz zu den Ständeratswahlen – kein zweiter Wahlgang möglich. So will es das kantonale Gesetz über die geheimen Wahlen, Abstimmungen und die Volksrechte. Oder anders gesagt: Wer am meisten Stimmen erhält, geht als Nationalrat nach Bern.

Wille muss erkennbar sein

Die Wahl könnte also einfacher nicht sein. Trotzdem gibt es einiges zu beachten: Wenn ein ausgefüllter Wahlzettel lose ins Stimmcouvert eingelegt wird, ist er ungültig. Er muss im dafür vorgesehenen kleinen Couvert mit der Aufschrift «Nationalratswahlen» respektive «Ständeratswahlen und kantonale Volksabstimmung» verstaut sein. Unterschrieben werden muss der Stimmrechtsausweis und nicht der Wahlzettel (dieser wird mit einer Unterschrift ungültig). Ebenso darf das Stimmcouvert nur in der eigenen Gemeinde abgegeben werden. Es dürfen nur die im Couvert zugestellten Wahlzettel oder die von den Parteien zur Verfügung gestellten vorgedruckten Wahlzettel verwendet werden. Statt eines Wahlzettels einen Werbeflyer einzuwerfen, ist nicht erlaubt. Bei der Schreibweise der Namen sind die Behörden aber grosszügiger. «Wenn der Wählerwille klar erkennbar ist, zählt die Stimme», sagt Adrian Zurfluh von der Standeskanzlei Uri. Wahlzettel mit der Aufschrift «Frida Stephen» wie auch «Anneliese Rusi» würden gezählt. Und sogar ein «Bärcheler Beat» würde für gültig erklärt. Zur Erinnerung hier aber die richtigen Schreibweisen: Beat Arnold, Schattdorf; Frieda Steffen, Andermatt; Annalise Russi, Altdorf.