SOFORTBUSSEN: Pinkeln an Mauer: Die Polizei greift ein

Die Urner Polizei hat bereits 15 Sofortbussen ausgestellt, unter anderem für Urinieren und Littering. Auch Tifosi mussten zahlen.

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Wer achtlos Abfall wegwirft, kann sofort bestraft werden. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Wer achtlos Abfall wegwirft, kann sofort bestraft werden. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

In der Nacht auf den 1. August musste sich der junge Mann in Flüelen plötzlich erleichtern. Er suchte hierfür aber nicht etwa eine Toilette auf, sondern pinkelte freimütig an eine Dorfmauer. Sein Pech war es, dass Polizisten ihn beobachteten. Sie büssten ihn gleich ein Ort und Stelle. Der Sünder blätterte 100 Franken hin, war dann etwas wütend, musste sich aber bald eingestehen: «Ich bin selber schuld, denn in der Nähe hätte es eine öffentliche Toilette gehabt.»

Falsche Namen
«Verrichten der Notdurft im Siedlungsraum» heisst das Vergehen offiziell, das auf der am 1. Juli in Kraft getretenen Ordnungsbussenliste steht und im Kanton Uri neu sofort gebüsst wird. Die Urner Polizei hat bisher 15 Ordnungsbussen an Ort und Stelle ausgestellt. Drei Personen haben in der Öffentlichkeit gepinkelt, zwei warfen Abfall weg, eine verbrannte widerrechtlich Holz. Vier Tessiner Eishockeyfans, die kürzlich im Altdorfer Burger King randalierten, mussten je 100 Franken blechen.

Sven Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen «Zentralschweiz am Sonntag».