SOMMERFERIEN: Jobs gibts oft nur über Beziehungen

Die meisten Ferienjobs im Kanton Uri sind seit Wochen vergeben. Betriebe müssen meistens Absagen erteilen. Wer lange bleiben kann, der findet am ehesten etwas.

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Jus-Student Flavio Gisler hat einen Ferienjob bei der «Kompanyy» in Flüelen gefunden. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Jus-Student Flavio Gisler hat einen Ferienjob bei der «Kompanyy» in Flüelen gefunden. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Viele Schüler und Studenten haben es schwer, einen Ferienjob für einige Wochen im Sommer zu finden. Besonders wer sich erst kurz vor Ferienbeginn darum bemüht, geht meistens leer aus. Bei der Gotthard-Raststätte beispielsweise sind die Ferienjobs schon seit Wochen vergeben. Auch auf den beiden grössten Deutschschweizer Ferienjob-Börsen im Internet, www.ferienjob.ch und www.mini-jobs.ch, findet man keine einzige offene Stelle im Kanton Uri.

«Ferienjobs gehen meist unter der Hand weg», sagt Martin Gisler vom RAV Uri. Gerade im Kanton Uri, wo viele einander kennen, spielten Beziehungen eine wichtige Rolle. Inseriert werde eher weniger. Gisler glaubt aber, dass dank der besseren Wirtschaftslage wieder mehr Ferienjobs zu haben sind als noch vor ein paar Jahren.

16-Jährige sind gefragter
«Ich musste in diesem Jahr einige Absagen erteilen», erklärt Josef Christen vom EWA. «Wir haben einfach zu wenig Stellen», begründet der Personalverantwortliche. Das EWA selektioniere die Schüler und Studenten nicht nach Mathe- oder Deutschnoten. «Wir versuchen, den Terminwünschen der Jugendlichen gerecht zu werden, aber so, dass es auch für uns stimmt», sagt Christen. «Es ist vielleicht nicht immer ganz fair, doch für uns ist es die beste Lösung», so Christen. Für die Entlöhnung gilt beim EWA eine Altersskala. Das Altersheim Gosmergartä in Bürglen stellt Jugendliche erst ab 16 Jahren ein. In diesem Jahr musste Heimleiter Edi Betschart ebenfalls viele Absagen erteilen. «Die Jugendlichen müssen mindestens drei Wochen kommen, sonst stelle ich sie nicht ein», betont er. Viele arbeiten dann einige Jahre lang im Sommer bei ihm. «Je mehr Personal in den Ferien ist, desto mehr Jugendliche kann ich einstellen», sagt Betschart. «Ich brauche die Jungen wirklich.»

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.