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SOMMERLAGER: Hier ziehen die Vereine ins Sommerlager

Zelt- und Hauslager sind für viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Sommer ein Muss. Nachwuchs, Lagerplätze und attraktive Konkurrenzangebote fordern den Organisatoren allerdings einiges ab.
Florian Arnold

Florian Arnold

florian.arnold@urnerzeitung.ch

Die Sommerlager gehören für viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene fest ins Jahresprogramm. Mit den Urner Jugendorganisationen gehen dieses Jahr über 400 Kinder und mehr als 200 Leiterinnen und Leiter in ein Zelt- oder Hauslager. Die Organisatoren stehen dabei vor nicht ganz einfachen Herausforderungen, wie eine Umfrage unserer Zeitung zeigt.

«Lagerplätze werden immer schwieriger zu finden», weiss Marcel Gisler, Scharleiter der Jungwacht Attinghausen. Um den Nachwuchs müsse sich die Jungwacht aber zurzeit keine Sorgen machen. Anders tönt es von der Jugendgruppe Isenthal: «Da es immer weniger Kinder im Isental gibt, wird es immer schwieriger für uns, zu überleben», sagt Co-Präsidentin Valentina Jauch. Immerhin sei es bei einer geringeren Teilnehmerzahl einfacher, einen Lagerplatz zu finden.

Die grösste Teilnehmerzahl beziffert der Blauring Altdorf. Allerdings sei diese im Vergleich zu den Vorjahren geschrumpft. «Dieses Jahr finden gleichzeitig noch andere Sportlager statt», gibt Scharleiterin Eliane Furger als einen möglichen Grund für den leichten Teilnehmerrückgang an. Aber um die Zukunft mache man sich keine Sorgen. Denn die Mädchen und die Leiterinnen seien alle sehr motiviert.

Programm muss attraktiv bleiben

Etwas anders nimmt das die Pfadi Erstfeld wahr: «Es ist nicht immer leicht, die Kinder fürs Sommerlager zu motivieren, da viele mit den Eltern in die Ferien fahren oder andere Angebote genutzt werden», sagt Abteilungsleiterin Lea Zgraggen. Wichtig sei es deshalb, ein attraktives Programm zu bieten – besonders für ältere Kinder und Jugendliche.

Einen regelrechten Boom gab es bei der Pfadi Seedorf. «Dieses Jahr dürfen wir mit der Taufe 14 Kinder neu in unsere Pfadi aufnehmen», sagt Leiter Raphael Zwyer mit Stolz. Auch Andrea Arnold von der Meitlipfadi Altdorf sagt, es sei kein Problem gewesen, Leiter und Kinder fürs Lager zu gewinnen – und auch sie könnten einige Mädchen frisch ins Lagerleben einführen. «Das Sommerlager ist bei allen sehr beliebt, da will keiner verzichten», weiss auch Patrik Ziegler von der Pfadi Altdorf. Doch Lagerplätze zu finden, sei zunehmend ein Problem. «Für den diesjährigen Platz haben wir uns bereits im März 2016 auf die Suche gemacht.»

Noch früher beginnt Jubla Spiringen: «Da wir seit ein paar Jahren immer zwei Jahre vorher auf die Suche nach einem Lagerhaus gehen, haben wir eine etwas grössere Auswahl», sagt Leiterin Ramona Schuler. Auffällig sei, dass die Preise für die Häuser immer mehr steigen würden.

Auch die Jungwacht Altdorf ist jeweils bemüht, früh Ausschau nach einem Lagerplatz zu halten. «Wir sind sehr anspruchsvoll», sagt Scharleiter Fabian Massa. Meistens werde man in Graubünden und Wallis fündig. Nachwuchsprobleme kennt man jedoch nicht. «Wir können uns glücklich schätzen, dass wir seit 2012 konstant über 40 Kinder im Lager hatten», so Massa. «Unser Leiterteam lebt für die Jungwacht. Kein Wunder also, dass 21 von insgesamt 26 Leitern am Lager teilnehmen können.»

Gemeinsame Lager sichern Überleben

Mit zwölf Kindern ist die Jungschar Brennpunkt die kleinste Jugendgruppe. Fürs Lager schliesst sie sich drei anderen Scharen an. Diese Idee ist keine Seltenheit. So machen etwa Blauring und Pfadi Schattdorf gemeinsame Sache. Auf diese Weise sei man zuversichtlich, auch weiterhin ein Sommerlager für Kinder und Jugendliche aus Schattdorf anzubieten, sagt Pfadi-Abteilungsleiter David Walker.

Auch Blauring und Pfadi Bürglen gehen gemeinsam ins Lager. «Leiter zu finden, war kein Problem, aber es haben sich so wenig Kinder angemeldet wie noch nie», erklärt der Bürgler Pfadi-Abteilungsleiter Fabrizio Bätscher. «Vielleicht liegt es daran, dass einige Eltern etwas dagegen haben, ihre Kinder draussen im Dreck zu sehen», mutmasst er.

«Nachwuchsschwierigkeiten kommen und gehen», sagt Selina Wipfli, Leiterin bei der Flüeler Jugendorganisation Zigani Fiora. «Es gibt Jahrgänge, da interessiert sich niemand für unseren Verein.» Immerhin habe man dieses Jahr zwei neue Hilfsleiterinnen gewinnen können. Und bald stehe schon das 40-Jahr-Jubiläum der Organisation an.

Hinweis

Damit die Daheimgebliebenen mit den Sommerlagerteilnehmern verbunden bleiben, publiziert unsere Zeitung wieder die Lagerdraht-Telegramme. Infos unter www.urnerzeitung.ch/lagerdraht.

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