SONNENENERGIE: Solaranlagen: Uri macht einen Quantensprung

Uri kann eine Solaroffensive starten. Der Landrat hat am Mittwoch die Motion «2000-Solardächer-Programm» für erheblich erklärt.

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Einbau von Solarzellen auf dem Dach eines Bauernhofes in Ruswil. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Einbau von Solarzellen auf dem Dach eines Bauernhofes in Ruswil. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

In Uri können bis 2020 auf bestehenden Gebäuden 2000 Standard-Solaranlagen respektive 10'000 bis 12'000 m2 Sonnen­kollektoren zur Warmwasser­erzeugung installiert und zusätzlich rund 1600 bestehende Ölheizungen mit der Warmwassererzeugung gekoppelt werden.

Der Landrat hat die Motion «2000-Solardächer-Programm» am Mittwoch fast einstimmig für erheblich erklärt. Motionär Armin Braunwalder (Grüne Uri, Erstfeld) zeigte sich denn auch «höchst erfreut»: «Der Stromverbrauch durch Elektroboiler wird damit bis 2020 um rund 7,5 Millionen kWh pro Jahr reduziert.» Zum Vergleich: Die eingesparte Strommenge entspricht der Jahresproduktion von fünf Windkraftwerken wie auf dem Gütsch oder des Wasserkraftwerks Schächental.

Grosse Einsparungen
Ausgehend von einem Preis von 18 Rappen pro kWh können bis 2020 Stromkosten von rund 1,3 Millionen Franken eingespart werden. Braunwalder strich aber auch die volkswirtschaftliche Bedeutung des Programms hervor: «Für die Urner Sanitär- und Heizungsbranche wird ein Arbeitsvolumen geschaffen, das einem Quantensprung gleich kommt. Millionen von Franken werden während zehn Jahren direkt in die Urner Volkswirtschaft fliessen.»

Bruno Arnold

Mehr zum Thema lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.